Pressemeldung zur 537. Saarbrücker Montagsdemo

Pressemeldung zur 537. Saarbrücker Montagsdemo

Das darf man Trump nicht durchgehen lassen

Für die Saarbrücker Montagsdemo schreibt Sabine Fricker:

Auch Teilnehmende der Montagsdemo, die meist mehr im Hintergrund fürs Gelingen unserer Demo beitragen, meldeten sich heute zu Wort.

 

Trotz Minusgraden gab’s auch etliche aufmerksame und ausdauernde Zuhörer. Das zeigt: Der Staatsstreich des Faschisten Trump in Venezuela fordert heraus, sich Gedanken zu machen: Was bedeutet das eigentlich, wenn neuerdings ein Land überfallen wird, einfach weil die USA das ganze Amerika für sich beanspruchen mit allen Rohstoffen, Regierungen und Regionen? Gefordert wurden die sofortige Freilassung des venezolanischen Präsidenten Maduro und das Ende der US-Intervention und Einmischung. „Unabhängig davon, dass ich überhaupt nicht mit Maduros undemokratischer Politik einverstanden bin – Donald Trump bricht Völkerrecht, den Präsidenten Venezuelas zu kidnappen. Das darf man ihm nicht durchgehen lassen“, hieß es vielfach klar und eindeutig.

 

Dagegen wurde die Bundesregierung scharf kritisiert mit ihrer Verbiegung der völkerrechtlichen Tatsachen als „sehr komplex“: „Das ist atemberaubend und geradezu beängstigend, wie Kanzler Merz eine Verurteilung des US-Überfalls umschifft. Das heißt: Egal was für Verbrechen die US-Regierung begeht, wir biedern uns an, um Trump bei Laune zu halten für die Unterstützung der Europäer in Bezug auf den Ukraine-Krieg?? ...

 

„Wir brauchen eine internationale Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg und sind auf dem Weg, diese zu bauen“, sagte ein Redner. Ein anderer erläuterte die Monroe-Doktrin, von der aktuell oft die Rede ist. Die ganze Argumentation Trumps, es handele sich um eine Anti-Drogen-Maßnahme, wurde am offenen Mikro widerlegt. Welche Rolle die Rivalität mit China bei all dem spielt, wurde ebenfalls erklärt. Auch die Umstellung auf Kriegswirtschaft, etwa bei VW, kam zur Sprache. ...