Ulm

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70 Teilnehmer bei Demonstration der Solidarität

Eine kurzfristig über Mail, Whatsapp, und Signal bekanntgemachte "spontane" Kundgebung des Ulmer Internationalistischen Bündnisses mobilisierte am eisigen Montagabend um die 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, was wir als Erfolg auswerteten.

Korrespondenz

Es gab lebendige, auch emotionale Beiträge. Dazwischen wurde "Hoch die internationale Solidarität" skandiert. Migrantenorganisationen, die MLPD, der Jugendverband REBELL und Soli-Netz waren als Gruppen mit dabei, nicht aber die traditionelle Friedensbewegung.


Auch eine Gruppe lateinamerikanischer Migranten schickte ihren Sprecher ans Mikro. "Unsere 'Schuld' ist, dass wir die größten Erdölvorkommen der Welt haben." Er war sehr bewegt von dieser Demonstration der Solidarität und dankbar für unseren "Mut". Wir erwiderten: Wir kämpfen für die Freiheit seines Volkes, aber auch anderer Völker, sowie für uns, denn nur gemeinsam werden wir die imperialistischen Unterdrücker besiegen.


Eine wichtige Frage in den Beiträgen war die Haltung der deutschen Regierung und die Verschärfung der Weltkriegsgefahr. Wäre sie im Ernstfall bereit, junge Wehrpflichtige in völkerrechtswidrige Einsätze zu schicken, wenn sie nur "rechtlich komplex" sind? Das sollten die 18-Jährigen beim Ausfüllen der Fragebögen der Bundeswehr bedenken.

Bei den angesprochenen Passanten stießen die Flyer der MLPD auf Zustimmung und große Besorgnis. Wir müssen viel mehr werden und uns z. B. überlegen, wie wir das Internationalistische Bündnis zum Bündeln der Kräfte und zur Bewusstseinsbildung noch attraktiver machen können. Einige neue Kontakte wurden gewonnen.