Berlin
Worum geht es bei der Lenin-Liebknecht-Luxemburg Demonstration 2026?
Während Anfang Januar die Bundeswehr ihre verpflichtenden Fragebögen für den Wehrdienst verschickt, werden wir in Berlin demonstrieren.
Die Lenin-Liebknecht-Luxemburg Demonstration, kurz LLL-Demo, ist die größte Demonstration für den Sozialismus in Europa. Dieses Jahr findet sie am 11. Januar statt. Dort demonstrieren wir für eine positive Perspektive für die Menschheit und gegen Faschismus, Weltkriegsgefahr und globale Umweltkatastrophe.
Die Geschichte der LLL-Demo
Mit der Novemberrevolution 1918 wurde in Deutschland der Erste Weltkrieg beendet und der Kaiser gestürzt. Viele wollten die Revolution weiterführen und wie bei der Oktoberrevolution in Russland eine sozialistische Räterepublik erkämpfen. Nachdem die SPD die Rechte anderer Mitglieder der Übergangsregierung einschränkte, kam es in Berlin zu einem Generalstreik und bewaffneten Aufstand, dem sogenannten „Spartakus-Aufstand“.
Rosa Luxemburg und Karl LIebknecht waren Mitbegründer des Spartakusbunds und später der KPD. Der Spartakusbund und Karl Liebknecht führten den Austand an. Die Kommunistische Partei (KPD) wurde am Jahreswechsel 1918/1919 gegründet. Die SPD-Führung schlug den Aufstand blutig nieder und verbündete sich dabei auch mit bewaffneten konterrevolutionären Gruppen, faschistischen „Freikorps“. Karl und Rosa wurden am 15. Januar 1919 mit Billigung des „Volksbeauftragten für Heer und Marine“, Gustav Noske (SPD), von faschistischen Freikorps ermordet. Bei ihrer Beerdigung zogen demonstrierende Menschenmassen durch die Straßen von Berlin. Seitdem gibt es jedes Jahr im Januar eine Demonstration für den Sozialismus und in Gedenken an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Nach dem Tod von Lenin am 21. Januar 1924 wurde er in das Gedenken mit einbezogen.
Was kann man von Lenin, Liebknecht und Luxemburg lernen?
Wir erleben in Deutschland eine massive Militarisierung der Gesellschaft. Besonders die Jugend ist - mit der schrittweisen Einführung der Wehrpflicht, die 2026 startet - davon betroffen. In anderen Ländern leiden die Massen schon unter Krieg, wie in der Ukraine oder dem Sudan. Die Palästinenser kämpfen gegen Völkermord und für ihre Befreiung. Deswegen organisieren wir die internationale Solidarität.
Obwohl sie vor 100 Jahren lebten, beschäftigten diese Fragen auch Lenin, Liebknecht und Luxemburg. Sie waren Vorreiter im Kampf gegen den Militarismus. Karl Liebknecht war vor dem Ersten Weltkrieg der einzige Abgeordnete des Reichstags, der gegen die Kriegskredite stimmte. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs konnte damals nicht verhindert werden, weil die internationale Arbeiterbewegung gespalten war. In Russland beendete die sozialistische Oktoberrevolution unter Lenins Führung den Ersten Weltkrieg. In Deutschland wurde die Kommunistische Partei zu spät gegründet, als die Novemverrevolution schon begonnen hatte. Nur organisiert kann die Arbeiterklasse siegen – das ist eine der wichtigsten Lehren aus dem Leben von Luxemburg und Liebknecht!
Lenin hat den Marxismus weiterentwickelt und das neu auftretende imperialistische Stadium des Kapitalismus analysiert. Damit hat er theoretisch nachgewiesen, warum der Kapitalismus gesetzmäßig zu Krieg führt. Wenn man Kriege verhindern und eine wirkliche Perspektive für die Menschheit insgesamt erkämpfen will, muss man sich mit diesen drei Revolutionären beschäftigen.
Angesichts der Weltlage müssen wir enger zusammenrücken
Zur LLL-Demo kommen jedes Jahr alle Kräfte, die für den Sozialismus eintreten, nach Berlin. Angesichts der Weltlage müssen wir enger zusammenrücken im Kampf gegen Faschismus, Krieg und globale Umweltkatastrophe. Wir brauchen eine sozialistische Jugendbewegung, die für alle Zukunftsfragen der Jugend kämpft und eine Perspektive bietet. Dafür zeigt der REBELL in Berlin Flagge! Wir organisieren am Vorabend gemeinsam mit palästinensischen Organisationen aus Berlin ein Solidaritätsfest für das Al Awda-Krankenhaus in Gaza.
Wie jedes Jahr werden wir die LLL-Demo nutzen, uns unter revolutionären Jugendorganisationen auszutauschen. 2026 muss ein Jahr werden, in dem wir – bei allen noch bestehenden Unterschieden – enger zusammenrücken. Wir schlagen dafür vor, das Internationale Pfingstjugendtreffen zu einem Festival der sozialistischen Jugendbewegung zu machen, bei dem alle Zukunftsfragen auf den Tisch kommen: die Solidarität mit Gaza, die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, der Kampf gegen die AfD und die Proteste gegen den AfD-Parteitag 2026 in Erfurt, der Kampf gegen Ausbildungsplatzvernichtung und zu hohe Mieten und vieles mehr!
Wie kann man mitmachen?
Der Jugendverband REBELL hat alle wichtigen Infos hier zusammengefasst: https://rebell.info/2025/11/wichtig-infos-zum-lenin-liebknecht-luxemburg-wochenende-2026/
Meldet euch gerne bei eurer REBELL- oder MLPD-Gruppe vor Ort und fahrt mit uns gemeinsam zur LLL!