Die Sparkasse muss sie alle voll entschädigen!
Volle Solidarität mit den Betroffenen des Bankraubs in Gelsenkirchen-Buer!
Der spektakuläre Bankraub in der Sparkasse Gelsenkirchen-Buer bestimmt seit drei Tagen bundesweit die Schlagzeilen. Die MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck hat unter der Überschrift "Volle Solidarität mit den Betroffenen des Bankraubs in Gelsenkirchen-Buer - Die Sparkasse muss sie alle voll entschädigen!" eine Pressemitteilung veröffentlicht.
Offenkundig hochprofessionelle Kriminelle suchten sich mit der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer eine Bank aus, in der in erster Linie Arbeiterfamilien, Rentner, die sich ihr Leben lang mühsam Rücklagen erarbeitet haben, ihr Geld und Wertsachen aufbewahrten. Waren sie davon ausgegangen, dass sie hier leichteres Spiel haben als in einer der Monopolbanken im Zentrum des Finanzkapitals in Frankfurt? Werden die Goldbarren und Millionenvermögen der Reichen dort besser geschützt?
Wie konnte es sein, dass in der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer offenbar über Tage unbemerkt ein Einbruch mit schwerem Gerät stattfinden konnte? Ein ehemaliger Bergmann, der untertägig für Bohrungen aller Art verantwortlich war, kann kaum glauben, dass die Lautstärke und die Erschütterungen, die eine solche Bohrung verursacht, unbemerkt bleiben können. Die Stadtsparkasse Buer ist den zu Recht empörten Einlegern eine Antwort schuldig. Die MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck erklärt sich solidarisch mit den vom Raub Betroffenen.
„Es ist ein Unding: Die Menschen vertrauen – gegen nicht geringe Gebühren – ihre Wertsachen, ihre Altersvorsorge, Familienschmuck und anderes einem Geldinstitut an, damit es dort sicher gelagert ist. Dann können Bankräuber diese Schließfächer ganz ungestört einfach ausräumen. Die Betroffenen verlangen völlig berechtigt Auskunft, was mit ihren Wertsachen passiert ist, aber die Polizei schickt sie mit der lapidaren Erklärung, dass die Bank geschlossen bleibe und dass es Informationen auf der Webseite der Sparkasse gebe, wieder nach Hause.
Nach offiziellen Berichten sind 95 Prozent der 3250 Kunden-Schließfächer aufgebrochen worden. Viele dieser Menschen stehen jetzt vor Altersarmut, haben jahrzehntelang Erspartes für sich und ihre Kinder verloren. Sie machen sich berechtigt Sorgen um ihre Zukunft. Die Bank erklärt, dass jedes der mehr als 3000 Schließfächer mit maximal 10.300 Euro versichert gewesen ist. Alles, was darüber liegt, hätte mit einem besonderen Versicherungsvertrag versichert werden müssen. Wurde das den Betroffenen bei der Anmietung des Schließfachs so erklärt? Wurde ihnen mitgeteilt, dass sie über den Inhalt ihres Schließfaches eine Inventarliste anlegen müssen, um nachweisen zu können, was darin ist? Wir fordern restlose Aufklärung über die Sicherheitsmaßnahmen der Sparkasse und großzügige, unbürokratische Entschädigung aller Betroffenen durch die Sparkasse. Es kann nicht sein, dass die Menschen jetzt mit 10.300 Euro abgefertigt werden!“, so Eva Wanneck, Kreisvorsitzende der MLPD Gelsenkirchen-Gladbeck.