Iran

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Protest gegen Mullah-Regime weitet sich aus

Die Proteste im Iran halten an: Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw wurden mindestens sieben Demonstranten in den Provinzen Tschahar Mahal und Bakhtiari, Isfahan und Lorestan getötet, nachdem "Revolutions"gardisten am Donnerstag das Feuer eröffnet hatten. Dutzende Demonstranten wurden verletzt und festgenommen. Die allgemeine Wut über die weitverbreitete Korruption und den Währungsverfall im Land fiel zeitlich mit der Vorlage des Haushaltsentwurfs für das kommende Jahr zusammen. In diesem waren trotz einer Inflationsrate von über 50 Prozent Steuererhöhungen vorgesehen, während nur Lohn- und Gehaltserhöhungen von 20 Prozent eingeplant waren – deutlich unter der Inflationsrate. Gleichzeitig aber wurden die Budgets religiöser Einrichtungen sowie des staatlichen Rundfunks (IRIB) teils um bis zu 100 Prozent erhöht. Am Freitag riefen auch mehrere unabhängige Gewerkschaften gemeinsam mit Studentenorganisationen die Bevölkerung Teherans dazu auf, die Volksdemonstrationen zu unterstützen.