ThyssenKrupp Stahl

ThyssenKrupp Stahl

„Interessenausgleich“?! Von wegen!

Der folgende Artikel der Redaktion tkSE Bochum ist in der aktuellen Extra-Ausgabe der Zeitung von Kollegen für Kollegen im Stahlbereich, „Stahlkocher“, erschienen.

Aus der Kollegenzeitung „Stahlkocher“

Fast 50 Seiten haben die Verträge zum „Sanierungstarifvertrag“. Da ist die Rede von „Netzwerkanpassung“, „Effizienzsteigerung“ oder „Interessenausgleich“. Alles ganz harmlos, tut gar nicht weh. Es werden angeblich keine Arbeitsplätze vernichtet, sondern FTEs angepasst. FTE steht für „Full-Time Equivalent“. Muss man erst BWL studieren, um so einen Vertrag zu verstehen?


Es soll der Eindruck vermittelt werden, als würden die Interessen vom Vorstand und von uns gleichermaßen berücksichtigt. Das ist pure Augenwischerei! Hinter diesen Worten stecken Abbau von Arbeitsplätzen, krasse Arbeitsverdichtung und Steigerung der Ausbeutung, enorme finanzielle Einbußen für uns. Hier werden die Interessen des Vorstands durchgesetzt! Das Kapitalistengequatsche soll uns nur verwirren. FTEs, das sind Arbeitsplätze, die von Arbeitern besetzt sind! Netzwerkeffekte: Schließung von Anlagen und Teilbereichen, Effizienzmaßnahmen: Wo heute zwei Kollegen arbeiten, arbeitet in Zukunft nur noch einer. Wer von einem Ausgleich spricht, der glaubt auch an den Weihnachtsmann!