Buch erscheint am 13. Dezember
Zimmerwald 2.0: Die Einleitung zur Dokumentation
Am 13. Dezember erscheint die Dokumentation zur Konferenz Zimmerwald 2.0, die am 6. September 2025 in Zürich und online stattfand.
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- Hier die Schlussresolution der Zimmerwald-Konferenz 2.0
- Hier ein erster Auszug aus der Doku, die am 13. Dezember erscheint
Einleitung zur Dokumentation
Zuweilen stellt sich die Bedeutung eines Ereignisses erst Jahre oder gar Jahrzehnte später heraus. Sicherlich sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Zimmerwaldkonferenz im Jahr 1915 nicht davon ausgegangen, dass der Name des beschaulichen Schweizer Bergdörfchens noch 110 Jahre später die Gegnerinnen und Gegner imperialistischer Kriege begeistert, inspiriert und anspornt.
Zimmerwald 1.0 stand für den konsequenten Bruch mit Burgfriedenspolitik und Vaterlandsverteidigung im Sinne der Verteidigung der einen oder anderen Kriegspartei. Zimmerwald 2.0 steht für konsequentes Engagement gegen (Welt-)Krieg und Faschismus, gegen Sozialchauvinismus und faschistische Ideologie. Dieser Konsens wurde ergänzt durch die ebenso kontroverse wie schöpferische Strategiediskussion über eine gesellschaftliche Alternative: Wie gelingt Sozialismus statt Barbarei?
Natürlich fragten wir Initiatorinnen und Initiatoren der Konferenz 2025, ob eine Zimmerwaldkonferenz 2.0 anmaßend sei? Niemand verspürte jedoch den Drang, sich damit in Szene zu setzen, sondern wir wollen uns die Konferenz zum Vorbild nehmen und alle ernsthaften Kräfte gegen Faschismus und Krieg trotz weltanschaulicher Differenzen vereinigen.
Das wichtigste Dokument, an dem sich die Bedeutung der Konferenz messen lässt, ist die kollektiv erarbeitete, einstimmig verabschiedete Schlussresolution. Der vorliegende Sammelband gibt einen tieferen Einblick in die kenntnisreichen, vertiefenden und mit Erfahrung durchdrungenen Beiträge der verschiedenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Er ist damit ein lebendiges Zeugnis, wie man auch bei kontroverser Diskussion strategischer Fragen im gemeinsamen Handeln zusammenkommen kann.
Die Zimmerwaldkonferenz 2.0 war sich einig, dass Imperialismus Krieg bedeutet, dass Faschismus und Krieg zwei Seiten einer Medaille sind. Sie fand zusammen in der Entschlossenheit, dass die Arbeiterinnen und Arbeiter, die breite Masse der Bevölkerung gewonnen werden kann und muss, sich nicht vor den einen oder anderen imperialistischen Karren spannen zu lassen. Dieser Sammelband ist kein Schlussstrich, sondern Aufbruch und Referenz für die weitere Zusammenarbeit in einem zutiefst internationalistischen Sinne.
Das ganze Ensemble der Konferenz bestand neben der hier dokumentierten inhaltlichen Diskussion auch aus köstlicher, in niederländisch-schweizer Kooperation selbst gekochter Verpflegung, ausgezeichneter Organisation, einem Kulturabend und einem abwechslungsreichen und informativen – von der MLGS geleiteten – Spaziergang auf den Spuren Lenins durch Zürich am Sonntag.
Besonders erfreulich ist, dass wir kurz vor der Herausgabe dieses Buches auch den Livestream der gesamten Konferenz veröffentlichen konnten. Dies bei YouTube mit Untertiteln, die mit einem Klick in alle Sprachen der Welt übersetzt werden können. Somit kann das Ereignis noch weltweit »live« nachvollzogen werden. Leider gab es einige technische Probleme, weshalb manche Passagen in Beiträgen leider fehlen oder teils noch ergänzt wurden.
Der herzliche Dank der United Front geht an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Referentinnen und Referenten, Dolmetscherinnen und Dolmetscher, Köchinnen und Köche, Technikerinnen und Techniker…. – kurz an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.
Monika Gärtner-Engel
Co-Präsidentin der Internationalen Antiimperialistischen Einheitsfront gegen Faschismus, Krieg und Umweltzerstörung