Eisenach
Ein Antifaschist verlässt die Bühne: Zum Tod von Uwe Laubach
In dieser Woche ereilte uns die traurige Nachricht, dass Uwe Laubach, der langjährige 1. Bevollmächtigte der IG Metall Eisenach überraschend verstorben ist.
Uwe war von ganzem Herzen Arbeiter und Gewerkschafter. Er übernahm 2008 die Leitung der quasi brach liegenden Verwaltungsstelle Eisenach und machte sich daran, die Gewerkschaft systematisch aufzubauen und neue Betriebe zu erobern. Seine mitreißende Art, seine klaren Worte und seine Angriffslust tat der IG Metall gut und begeisterten viele Kolleginnen und Kollegen für die Gewerkschaft.
16 Jahre prägte Uwe die IG Metall in Eisenach. Gerade die Opelaner haben ihn oft in Aktion erlebt. Uwe war herzlich und ehrlich. Wir waren uns natürlich nicht in allem einig. Er war trotz einiger Widersprüche bis zuletzt SPD-Mitglied. Aber man konnte mit ihm auch hart politisch streiten, ohne dass er die Einheitsgewerkschaft infrage gestellt hat. Er war nicht frei von antikommunistischen Einflüssen, das stand aber nie im Mittelpunkt. Er hatte beispielsweise große Hochachtung, dass über die Kontakte der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz französische PSA-Kollegen 2021 zum IG-Metall-Aktionstag gegen die Schließung von Opel Eisenach kamen.
Sein Herzensthema - der Kampf gegen die faschistische Gefahr – verband uns über alle weltanschaulichen Grenzen hinweg. Uwe war glühender Antifaschist und einer seiner strahlendsten Momente war sicherlich, als die Opelaner 2018 Höcke und seine Zentrum-Truppen „vom Hof jagten“.
Mit nur 59 Jahren starb Uwe viel zu früh. Er hinterlässt seine Frau und eine gemeinsame Tochter. Ihnen gilt unser ganzes Mitgefühl!