Torpediert Einheitsfrontpolitik

Torpediert Einheitsfrontpolitik

DKP Gießen blamiert sich

Die DKP Gießen bringt es fertig, sich von den antifaschistischen Protesten am gestrigen Samstag zu distanzieren.

Von lg

Gemeinsam mit ARAG, SDS und Kunstklasse hängte sie am Rande der Demoroute ein riesiges Transparent aus dem Haus, auf dem es hieß: "Ob CDU, ob SPD, ob Grüne, ob AfD: das ist uns ganz egal, es herrscht das Kapital". Auf Instagram schreiben sie, als "unbeugsame Kommunisten" würden sie dem "hilflosen Antifaschismus Widerstand leisten".

 

Sie verharmlosen damit massiv die faschistische Gefahr, indem sie AfD, SPD und Grüne gleichsetzen. Auch damit verhält sich die DKP revisionistisch gegenüber der alten KPD, die in der Weimarer Republik berechtigt den engen Schulterschluss in einer Einheitsfront mit sozialdemokratischen Arbeitern gesucht hat. Auf der Brüsseler Konferenz der KPD 1935 wurde ausgehend vom 7. Weltkongress der Komintern die antifaschistische Einheitsfrontpolitik als wichtigste Aufgabe der Kommunisten verankert. Dabei wurde der sektiererische Fehler der Sozialfaschismustheorie selbstkritisch korrigiert. Doch nicht so die DKP: Sie torpediert die antifaschistische Einheitsfrontpolitik. Damit wirkt sie zerstörerisch und feindlich auf die antifaschistische Bewegung, anstatt sie zu stärken und in ihr kommunistische Aufklärungsarbeit zu leisten.

 

Überall auf der Welt stehen Kommunistinnen und Kommunisten in den ersten Reihen der antifaschistischen Bewegung, richtig so! Die DKP zieht es vor, sich selbst davon zu isolieren. Nun denn.