Al-Scharaa-Besuch in Deutschland

Al-Scharaa-Besuch in Deutschland

„Ich gebe Dir 200 Millionen Euro und Du nimmst 80 Prozent Deiner Landsleute zurück!“

Zugegeben, diese Überschrift ist provokant, aber mit dieser Aussage ließe sich eines der Kernergebnisse des Besuchs des neuen syrischen Machthabers Ahmed al-Scharaa bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) festhalten.

Von ffz

Merz verkündete kurz nach dem Besuch, dass er 80 Prozent der Syrer in Deutschland zurückführen wolle. Al Scharaa wolle das ausdrücklich auch.


Abgesehen davon, dass viele Menschen aus Syrien mittlerweile hier in Deutschland sehr gut integriert sind, arbeiten, eine Familie gegründet haben und dem Steuerzahler in keiner Weise auf der Tasche liegen, wollen viele Syrerinnen und Syrer einfach nicht mehr zurück. Und ihre Ängste sind berechtigt: Al Scharaa ist bekanntlich ein ehemaliger Dschihadist, dessen Milizen für das Abschlachten von Kurden, Assyrern, Drusen etc. verantwortlich sind. Und dieses Morden hat nicht aufgehört, wie das Vorgehen der Soldateska, die sich aktuell "Syrische Armee" nennt und von Stammesmilizen unterstützt wird, zeigt.


Ganze kurdische Stadtteile Aleppos wurden massakriert und vertrieben. Die Mörderbande ist nach Rojava eingefallen – mit hohem Blutzoll unter den Kurden, aber auch den anderen Ethnien, die in diesem Gebiet leben. Dem voraus ging erneutes Blutvergießen unter der drusischen Minderheit etc. Der rassistische Hardliner Merz bedient mal wieder das rechte Stammpublikum, um Stimmen bei der faschistischen AfD abzuschöpfen, und wirft mit Zahlen um sich, die sich so mit Sicherheit nicht realisieren lassen. Diejenigen, die er abschieben lässt, landen unter der Knute eines islamistisch-faschistischen Schlächters.


Dazu verspricht er al Scharaa auch noch 250 Millionen Euro an Aufbauhilfe.