Indien
Kämpfe der Arbeiter: Ein Staatsgeheimnis?
Indien im Juli 2025: Mit einer Beteiligung von über 250 Millionen Menschen an einem landesweiten Generalstreik findet die wohl größte Streikaktion der Arbeiterbewegung in der Geschichte statt!
Ein wirklich bedeutendes Ereignis, gerade angesichts auch massiver Unterdrückung durch die indische Regierung, wo es bei vielen Protesten auch Tote gibt. Sucht man bei Google danach, muss die seit einiger Zeit sonst alles beantwortende KI bei Google passen: keine Meldung. Nur die Tagesschau und der Deutschlandfunk bringen eine kurze Tonmeldung. Ansonsten berichten nur Internetseiten aus dem linken Spektrum.
Über jede unsinnige Kleinigkeit wird im Internet breit berichtet, mit Videoclips usw. Aber diese bedeutende Aktion der breiten Massen in Indien, von vielen Millionen armer Menschen, die trotz oft massiver Unterdrückungsmaßnahmen der Modi-Regierung für ihre Rechte kämpfen, wird regelrecht als Staatsgeheimnis behandelt. Viele Menschen haben Kritiken am Kapitalismus, an Krisen, Umweltzerstörung und Kriegen, die der Kapitalismus mit seiner Gier nach immer mehr Profiten hervorbringt. Vielfach ist aber aus der Sicht des einzelnen die Reaktion: "Dagegen kommst du nicht an". Machtvolle Kämpfe wie in Indien können Mut machen gegen so eine negative Stimmung. Deswegen werden sie verheimlicht.
Die GSA (Gesellschaft zur Förderung wissenschaftlicher Studien zur Arbeiterbewegung e. V.) hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kämpfe der Arbeiter und der Volksmassen in Deutschland und weltweit zu erfassen. Internet und Medien werden durchforstet. Dazu kommen Erfahrungen aus internationalen Verbindungen. Jede Streik- oder Protestaktion wird in Tabellen erfasst, nach Kategorien wie Arbeiterkämpfe, Umweltkämpfe usw. und der Anzahl der Beteiligten. Dazu werden die wichtigsten Forderungen und Merkmale jedes Kampfes erfasst. Wir haben diese Erfassung auf dem GSA-Stick, auf dem Tabellen zu verschiedensten Gebieten aus Wirtschaft, Politik und Umwelt enthalten sind, erstmals zusammengefasst. (Erhältlich für 10 Euro bei der GSA.) Wir erarbeiten aus dieser Arbeit auch Meldungen für Rote Fahne News. Wer Kenntnis über solche Kämpfe bekommt, die nicht oder kaum in den Medien erscheinen, kann das an unsere E-Mail-Adresse senden. (gsa_gelsenk@t-online.de). Wir suchen auch noch Leute, die diese Arbeit unterstützen.
Es geht nicht nur darum, diese Vertuschung der Wirklichkeit durch die modernen Massenmedien zu durchbrechen. Es ist wichtig, aus diesen Kämpfen zu lernen. Der Generalstreik in Indien richtet sich gegen die Änderung des Arbeitsrechts. Von 29 Gesetzen sollen nur noch vier bleiben, mit der Konsequenz weitgehender Rechtlosigkeit der Gewerkschaften und der arbeitenden Menschen. Begründet wird das von der Regierung mit der notwendigen Stärkung der Wirtschaft und Bürokratieabbau. Kommt einem das nicht bekannt vor?
Grundlage dieser gewaltigen Massenaktion in Indien ist, dass gegen die Regierung unter dem Faschisten Modi die in verschiedene politische Richtungen gespaltene Gewerkschaftsbewegung in Indien über alle politischen und weltanschaulichen Differenzen hinweg zusammenarbeitet. So können die Kämpfe sich gegenseitig stärken und Schritte zur Koordinierung entwickelt werden. Die zukunftsweisende Schlussfolgerung aus dem Kommunistischen Manifest von 1848: "Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ muss Wirklichkeit werden!