Ecuador
Unbefristeter Streik gegen Noboas reaktionäre Politik
Seit der Entscheidung von Präsidenten Daniel Noboa, die Subventionen für Diesel zu streichen, ist der Preis für Diesel in Ecuador um 56 Prozent gestiegen. Das führte umgehend zu Protesten. Am Montag nun rief Confederación de Nacionalidades Indígenas del Ecuador (Conaie) zum Widerstand gegen die unsozialen Maßnahmen der Regierung und zu einem unbefristeten landesweiten Streik auf. Seit Beginn des Streiks kommt es landesweit zu Protestmärschen und Straßenblockaden, insbesondere in den Andenprovinzen. Die indigene Bevölkerung, aber auch Bauern, Gewerkschaften und soziale Kollektive fordern die Rücknahme des Dekrets 126, mit dem Noboa die Subvention abschaffte. Gefordert wird ebenso ein Ende neuer Bergbau- und Ölkonzessionen in indigenen Territorien, Investitionen in das marode Gesundheits- und Bildungssystem sowie der Stopp von Noboas Plänen für eine neue Verfassung.