Argument
Corona-Krisenmanagement: Armut stieg deutlich – DAX auch!
Auf Rote Fahne News erschienen mehrfach Berichte über das Desaster des Corona-Krisenmanagements. Etwas zu kurz kamen dabei in der letzten Zeit die sozialen Folgen.
Besonders die Armut stieg deutlich an und Rentner, Bürgergeldempfänger, alleinerziehende Frauen und Jugendliche waren insgesamt besonders betroffen. „Große finanzielle Sorgen“ machten sich im April 2020 36 Prozent der Menschen, die weniger als 1500 Euro verdienten. 2022 waren es im April schon 48 Prozent und im November 2023 sogar 57 Prozent. 63 Prozent armer Menschen gaben an, von den Krisen der vergangenen Jahre stark oder sehr stark betroffen zu sein. Bei Menschen mit hohem Einkommen waren es nur 10 Prozent.
Die Armut wuchs bereits vor dem drastischen Anstieg der Inflationsrate durch den Rückgang der Arbeitszeit. Kurzarbeitergeld half nur begrenzt, besonders wenn der Ausgleichslohn schon sehr niedrig war.
Immer mehr Jugendliche konnten keinen Berufsabschluss machen – 2021 waren es 2,6 Millionen junge Erwachsene.
Gesellschaftliche Aufgaben wurden unter anderem durch die Schulschließungen stark in die Familien zurückverlagert.
Interessant ist, dass das Vertrauen in die bürgerliche Politik bereits im Jahr 2023 eingebrochen war. 60 Prozent gaben im November 2023 an, nur geringes Vertrauen in die Bundesregierung zu haben, im Oktober 2021 war es nur ein Drittel. (Quelle: Böckler Impuls, 3/2025, S. 4/5)
Nur mal so zum Vergleich: Der DAX stieg von 2020 bis 2023 um satte 23 Prozent. Bei den Monopolen kam die „Hilfe“ ihrer Dienstleister in der Regierung an!