Die Verhandlungen über Regeln für den Tiefseebergbau endeten bei der Jahrestagung von 172 Mitgliedstaaten der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) ohne Ergebnis. Insbesondere verschiedene Umweltverbände fordern ein Moratorium, also ein zeitweiliges Aussetzen des Bergbaus in den bislang wenig erforschten Ökosystemen der Tiefsee, bis die Folgen wissenschaftlich geklärt sind. Hintergrund ist insbesondere der Versuch des Nicht-Mitgliedstaates USA, Bergbauunternehmen den Abbau von Rohstoffen am Meeresgrund einseitig zu ermöglichen. Beim Tiefseebergbau geht es vor allem um den Abbau von Manganknollen, die Mangan, Kobalt, Kupfer und Nickel enthalten und insbesondere für Batterien und Elektro-Fahrzeuge gebraucht werden.