Zuschrift aus Friedrichshafen

Zuschrift aus Friedrichshafen

Einige Überlegungen zur Entwicklung einer antifaschistischen Offensive

Es trifft zu, dass wir eine faschistische Gefahr haben. An der neuen Form des Faschismus zeigt sich die Widerspiegelung der Widersprüche innerhalb der Übermonopole, aber auch zwischen Übermonopolen und Monopolen bzw. kleineren Kapitalisten.

Ich schätze das so ein, dass sie momentan keine offene faschistische Diktatur wollen. Die Spaltung jedoch, die durch die AfD und die Rechtsentwicklung geschaffen wurde, kommt ihnen gerade recht. Die Krisenhaftigkeit führt zu Angriffen auf die Arbeiter, auf die Bevölkerung. Diese werden sie nicht auf Dauer einfach hinnehmen.

 

Eine Aufklärung, was der Faschismus ist. Während des Wahlkampfes und darüber hinaus sollten wir auch bewusst Besuche in KZs organisieren mit dem Inhalt, wie brutal die Faschisten zum Beispiel auch Kinder unterdrückt haben. Aber auch, warum es den Kommunisten gelungen ist, diesem Druck standzuhalten und was das bewirkt hat. Stefan Engel hat ja bei der Montagsdemo berichtet, dass sie im Konzentrationslager Börgermoor jeden Monat die Wachmannschaften austauschen mussten. Die Führung muss zumindest von uns unterstützt werden, um nicht nur das Leiden zu sehen.

 

Methode um den Kampf zu führen, dass man mit der Wirklichkeit in Übereinstimmung kommt. Gerade Jugendliche befinden sich teils in einer Informationsblase und glauben nur diesem Inhalt und lehnen alles andere ab. Entwicklung einer Polemik, bei der dies angegriffen wird. Populäre Propagierung der bewussten Anwendung der dialektischen Methode auf dem Niveau der Lehre von der Denkweise anhand von einfachen Argumenten. Auch anhand der differenzierten Analyse von Flüchtlingen: Es gibt auch unter den Flüchtlingen Faschisten und reaktionäre Ansichten – aber der Großteil ist Teil der Arbeiterklasse. (…)

 

Entscheidend ist, vor allem den Klassenstandpunkt herauszufordern. „Der Faschismus ist eine Herrschaftsform der Monopolbourgeoisie, er ist "die offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals." (Dimitroff, Ausgewählte Schriften Bd. II, S. 525) Das müssen wir auch konkret beweisen anhand ihres Programms, aber auch anhand ihrer Praxis. Der weltanschauliche Kampf geht dann darum, dass sich die Kollegen bewusst als Teil der Arbeiterklasse entscheiden und auf der Grundlage auch mit der faschistischen Ideologie fertig werden können.

 

Schulungen im Rebell machen: Was ist der Faschismus? Ich kann mir vorstellen, dass auch nicht alle darüber genau Bescheid wissen. Training der Ansprache. Ich stelle fest, dass ich oft argumentiere: Ja, aber. Doch das überzeugt nicht. Ich stelle damit meist nur meine Erfahrung oder Haltung gegen ihre.

 

Die Rote Fahne Redaktion freut sich über weitere Zuschriften zu dem Thema!