Gelsenkirchen

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MLPD überbringt Ende Gelände Solidaritätsgrüße zur Kraftwerksblockade in Scholven

Seit heute morgen um 5 Uhr blockieren Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten der Gruppe Ende Gelände das Haupttor und Gleise des Steinkohlekraftwerks in Gelsenkirchen-Scholven. MLPD und REBELL Gelsenkirchen schickten eine Delegation und übermittelten Solidaritätsgrüße.

Von ffz

Etwa 30 Aktivistinnen und Aktivisten haben sich vor dem Tor auf den Boden gesetzt und einen großen Tripod errichtet, in dem eine weitere Aktivistin in ihrem Rollstuhl hängt. Weitere 70 Aktivistinnen und Aktivisten besetzen die Gleise auf dem Werksgelände. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort, hält sich aber zurück. Wir überbringen der Blockade unsere Solidarität. 


Einer kommt auf uns zu und bietet uns selbstgebackene Kekse an. Er und andere finden es gut, dass wir hier sind. Es entwickeln sich gute Gespräche. Dass solche Aktionen wichtig sind, um gegen die Verbrennung von Kohle zur Energiegewinnung zu demonstrieren, darüber sind wir uns einig. Auch darüber, dass ein Konzern wie Uniper, der das Kraftwerk Scholven C nicht wie ursprünglich angekündigt in diesem Jahr vom Netz nehmen wird, Maximalprofite auf Kosten der Umwelt macht. Der Grund für die Blockade ist auch der, dass Ende Gelände gegen die Einfuhr von Kohle aus Kolumbien protestiert, die im Kraftwerk verbrannt wird.


Dass solche Aktionen allein nicht ausreichen, um die Kohleverbrennung zu stoppen, wird diskutiert. Wir laden zur Umweltstrategiekonferenz am 20. und 21. April in Berlin ein. Die Flyer werden mit Interesse genommen. Hier werden - auch mit internationalen Umweltaktivistinnen und -aktivisten - weitere Wege diskutiert, um gegen die begonnene globale Umweltkatastrophe zu kämpfen.

 

Dass für uns der echte Sozialismus das Ziel und der einzige Ausweg aus der begonnenen globalen Umweltkatastrophe ist, auch darüber sprechen wir. Manche sind nachdenklich. Wir stellen auch das neue Buch von Stefan Engel, Gabi Fechtner und Monika Gärtner-Engel vor: "Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!". 


Wir wünschen den Aktivistinnen und Aktivisten - sowohl denen vor dem Tor als auch denen, die auf dem Kraftwerksgelände die Schienen blockieren und so dafür sorgen, dass heute kein Kohlezug ins Kraftwerk kommt - weiterhin viel Erfolg bei ihrem Kampf. Wir würden uns freuen, wenn man sich auf der Umweltstrategiekonferenz wieder sieht.