Leserbrief

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Kita-Chaos: Als Vater schlage ich Alarm

Die Redaktion erreichte folgender Leserbrief (Auszüge):

Korrespondenz aus Düsseldorf

... Seit einem Jahr setze ich mich intensiv für die Belange meiner Kinder und vieler anderer Kinder ein. Leider bisher ohne Erfolg im Dialog mit den Verantwortlichen wie der Bundesregierung, dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den einzelnen Parteien. Dennoch sehe ich es als meine Pflicht an, nicht aufzugeben. Am 15. April um 11 Uhr plane ich eine Demonstration in Düsseldorf vor dem Rathaus, die bereits angemeldet und genehmigt ist. Der Kita-Notstand hat seinen Höhepunkt erreicht und das Kartenhaus fällt immer mehr in sich zusammen. ...


Als Vater erlebe ich den Fachkräftemangel besonders intensiv, da sowohl meine Freundin als auch ich in Berufen arbeiten, die wenig Flexibilität bei der Kinderbetreuung bieten. Meine Freundin ist im Einzelhandel tätig. Ich selbst bin als Gästebetreuer und Aufnahmeleitung tätig. Aus versicherungstechnischen Gründen können wir unser Kind nicht einfach mit zur Arbeit nehmen. Homeoffice ist in beiden Berufen keine Option, das heißt, einer von uns muss immer zurückstecken. ...


Um die Betreuung unseres Kindes zu gewährleisten, musste meine Freundin ihre Arbeitszeit reduzieren, was finanzielle Einbußen zur Folge hatte. Diese belaufen sich auf Beträge zwischen 300 und 500 Euro. Manchmal musste ich sogar Aufträge absagen oder konnte sie gar nicht erst annehmen, was zusätzlichen Stress verursachte. ...


Inflation, Personalmangel, kaum noch bezahlbare Wohnungen, alles wird irgendwie teurer. Es scheint, als ob unsere Sorgen und Probleme in der politischen Landschaft in Vergessenheit geraten sind. ... ... Wir stehen vor großen Herausforderungen wie Personalmangel in vielen Berufen, einem akuten Kita-Notstand und Renten, die kaum zum Leben reichen. ...