Aktionstag von Fridays for Future und Ver.di

Aktionstag von Fridays for Future und Ver.di

Berlin: „Klimastreik- Wir fahren zusammen“

„Klimastreik- Wir fahren zusammen“. So hieß das Motto der Kundgebung und Demo in Berlin gemeinsam von Fridays for Future und Ver.di. Vor allem war es erstmals nicht nur „eine Art Streik“ von Schülerinnen und Schülern, sondern ein „richtiger“ Streik von Arbeitern und Angestellten.

Von Korrespondenten aus Berlin

Busse, Bahnen, U Bahnen der BVG, der größten Verkehrsgesellschaft Deutschlands, fuhren nicht. Das hinderte natürlich auch viele Leute, zu kommen.

 

Bis zum Demoabmarsch waren etwa 2000 meist jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer gekommen und weit sichtbar etwa 300 streikende Ver.di-Mitglieder. In vielen Kundgebungsbeiträgen unterstützte man sich gegenseitig. Es sprachen auch eine gewerkschaftlich aktive Krankenschwester, auch eine Aktivistin aus dem Iran, also eine größere Bandbreite als früher. Und bei allen Vorbehalten war es ein positiver Schritt, überhaupt in Kontakt zu kommen- gestandene Berliner Busfahrer und junge Umweltaktivisten.

 

Es gab viele Gespräche mit Schülern und Erwachsenen über gemeinsame Interessen, über das von uns angebotene Buch „Die Umweltkatastrophe hat begonnen“. Viele Angesprochene fanden den Titel des Buches richtig. Kapitalismuskritik war bei den angesprochenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eh schon fast selbstverständlich. Aber dann wieder als Alternative die „sozial-ökologische Verkehrswende“.

 

Geld ausgeben wollten allerdings wenige. Vier Bücher wurden dann doch gekauft, auch einige Exemplare des Rote-Fahne-Magazins und Broschüren zum Palästinensischen Befreiungskampf. Wenn wir die umweltpolitische Strategiekonferenz angesprochen haben, wurde das Interesse besonders geweckt. Der Hauptgedanke: „Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam!“ fand sehr viel Zuspruch. Das ist ja heute hier auch ein Riesenfortschritt. Einige Mitglieder der „Letzten Generation“ fanden gut, dass wir da waren. Wir sahen, dass die  Umweltgewerkschaft dafür sehr erfolgreich Werbung gemacht  hat.

 

MLPD und REBELL waren mit Transparent und Tisch bei der Kundgebung vertreten und sichtbar. Und das hat sich auch verändert: Es gab nur zwei Mal zaghafte Versuche von Ordnern, uns auf das „keine Parteiwerbung“-Mantra einiger Kräfte bei FFF hinzuweisen, ohne Erfolg.