Südkorea
Assistenzärzte und Studenten streiken
Seit mehr als einer Woche streiken mehr als 10.000 Assistenzärzte in Südkorea in den staatlichen Kliniken und fordern massive Veränderungen im Gesundheitswesen und bessere Bezahlung. Die Mehrheit von ihnen hat sogar ihre Kündigung eingereicht. Sie wehren sich gegen den Plan der Regierung, die Zahl der Medizinstudienplätze deutlich auszuweiten. Sie argumentieren, die Pläne würden die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen der unterbezahlten Assistenzärzte noch mehr verschlechtern. Im Schnitt verdienen die Assistenzärzte den Lohn eines Arbeiters in der Industrie (ca. 2.425,5 Euro) bei einer 80-Stunden-Woche. Am Montag schlossen sich dem Streik auch Tausende Medizinstudenten an.