FFF und verdi - gemeinsamer Aktions- und Streiktag

FFF und verdi - gemeinsamer Aktions- und Streiktag

1. März: Kämpferische Aktivitäten und lebendige Strategiediskussion

Heute war der zweite gemeinsame Aktionstag von Arbeiter- und Umweltbewegung, zu dem ver.di, Fridays for Future (FFF), EVG und weitere neun Umwelt- und Sozialverbände in 115 Orten für bessere Arbeitsbedingungen und eine klimafreundliche Mobilität aufgerufen hatten.

1. März: Kämpferische Aktivitäten und lebendige Strategiediskussion
(rf-foto)

Der zweite Warnstreik der Gewerkschaft ver.di im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erreichte seinen bisherigen Höhepunkt. In vielen Städten standen Busse und Bahnen still. 90 000 Bus-. U- und Straßenbahnfahrer der mehr als 130 kommunalen Unternehmen fordern in 14 Bundesländern eine Reduzierung der Arbeitszeit, mehr Urlaub und zusätzliche Entlastungstage für die Schichtarbeit. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen verhandelt ver.di zusätzlich über Lohnerhöhungen.

 

In Baden-Württemberg beteiligten sich nach Angaben von ver.di 4 500 von 6 500 Kollegen und Kolleginnen am Streik. In Stuttgart kamen laut SWR 400 Verdi-Beschäftigte und Klimaschützer der FFF-Bewegung vor das Gewerkschaftshaus zur Streikversammlung und gingen zur gemeinsamen Kundgebung mit der Umweltbewegung am Rathaus. Kollegen der Stuttgarter Straßen Bahnen (SSB) machten mit ihrem Transparent eindeutig klar: „SSB-Kollegen streiken für die volle Durchsetzung ihrer Forderungen“.

 

In Hamburg zogen Hunderte vom Gewerkschaftshof zum Rathaus zur gemeinsamen Kundgebung. In Berlin zogen Tausende, insbesondere viele Jugendliche, mit Fahnen von ver.di, FFF, VCD, BUND und Greenpeace vom Treffpunkt Invalidenpark aus durch das Regierungsviertel.

 

In Frankfurt wurden am Morgen nach kurzen Straßenblockaden vor der offiziellen Kundgebung und Demonstration zwei Dutzend Jugendliche von der Polizei kriminalisiert und eingekesselt.Tausende beteiligten sich in Berlin, 2000 in Leipzig. Vielfach trugen Jugendliche auch Antifa-Forderungen und -Fahnen - genau richtig, dass sich Arbeiter-, Umwelt- und antifaschistische Bewegung die Hände reichen. Die jugendlichen Umweltkämpfer suchten teilweise ganz gezielt den Schulterschluss mit Arbeiterinnen und Arbeitern.

 

MLPD und REBELL beteiligten sich an vielen Orten aktiv. Mit der breiten Ansprache und Werbung für die öffentlichen AGs unter dem Motto „Mensch und Natur retten – echter Sozialismus“ forderte der Jugendverband REBELL die Mitarbeit am Aufbau einer neuen sozialistischen Jugendbewegung heraus. Die MLPD unterstützt die geplante Strategiekonferenz der Umweltbewegung im April in Berlin und machte sie beim heutigen Aktionstag bekannt. Mit dem Verkauf der Bücher „Katastrophenalarm!“ und dessen Ergänzungsband „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen!“ führte die MLPD die Auseinandersetzung über einen gesellschaftsverändernden Umweltkampf und den echten Sozialismus als einzigen Ausweg zur Rettung der Menschheit vor der globalen Umweltkatastrophe. Korrespondenten aus Kassel berichten, dass sie in kurzer Zeit vier Exemplare des Ergänzungsbands verkauften.

 

Die Berichterstattung wird morgen fortgesetzt nach Eingang der Korrespondenzen über alle Aktivitäten, die am Nachmittag noch fortgingen oder erst begannen.