Skiartikel-Monopolist
„Eine Katastrophe für unseren Sport“¹
Der britisch-schwedische Geschäftsmann Johann Eliasch ist Chef des Sportartikel-Herstellers Head und Vorsitzender des Ski-und Snowboard-Weltverbands FIS. Die Kritik an ihm nimmt zu.
Er plant ohne Rücksicht auf Verluste eine Ausweitung des Ski-Zirkus nach Aspen (USA). Das ist schon aus ökologischer Sicht katastrophal. Der Ski-Zirkus fährt ja nicht mit dem Paddelboot über den Atlantik und in Aspen kommen die meisten Zuschauer mit dem Privat-Jet. Anders als in den Alpen.
Auch China brachte er schon ins Spiel. Dem werden evtl. Traditions-Rennen, wie das Arlberg-Kandahar-Rennen, geopfert. Das verstärkte Augenmerk auf Aspen ist auch von der Terminplanung her Unsinn. Schon jetzt mussten wetterbedingt Rennen ausfallen und die Termine waren viel zu eng gesetzt. Im Fernsehen war zu sehen, wie viele gute Rennläufer – offenbar wegen Überlastung – in den Fangseilen landeten. Denn, wäre das Rennen in Chamonix an diesem Wochenende nicht ersatzlos ausgefallen, hätten die Rennläufer fünf Speed-Blöcke (Abfahrt und Riesenslalom) an sechs Wochenenden abgespult. So wird der schöne Skisport von einem Monopolisten aus Profitgründen in den Abgrund gefahren.