Größte Kundgebung seit Jahrzehnten
Leverkusener Rotfüchse mutig und selbstbewusst bei der antifaschistischen Kundgebung
Solch eine große Kundgebung gab es in Leverkusen seit Jahrzehnten nicht mehr. Eine Vielzahl von Menschen, insgesamt über 3000. Verdi und IG BCE waren durch ihre Fahnen sichtbar, viele Familien mit ihren Kindern, Jugendliche, Schüler, Lehrer, auch ältere Menschen brachten ihren antifaschistischen Protest zum Ausdruck.
Die Redner waren u.a. der OB Richrath, ein DGB-Vertreter, Dechanten, Jusos, der Chef vom Chemparkbetreiber CURRENTA. Der bürgerliche Antifaschismus stand, wie nicht anders zu erwarten, im Mittelpunkt ihrer Reden.
Die faschistische Migrationspolitik der AfD auf dem Geheimtreffen in Potsdam, aufgedeckt durch „correctiv“, war natürlich auch unter den Kindern und Jugendlichen und in den Schulen brennendes Thema. Eine große Erschütterung, Angst aber auch eine sehr große Wut und die Ansicht „dagegen müssen wir was machen“ erfasste die Rotfüchse und ihre Familien. Wir haben das Thema auf Rotfuchstreffen besprochen und dass wir gemeinsam an der antifaschistischen Kundgebung in Leverkusen am 29. Januar teilnehmen.
Die Rotfüchse haben einiges gelernt: der organisierte Zusammenschluss einer großen Menge von Menschen strahlt Kraft und Entschlossenheit aus, sie lernten selbstbewusst der Presse Interviews zu geben und warum bürgerliche Politiker bei der Kundgebung nicht die Wahrheit sagen.
Einige hatten zu Beginn der Kundgebung eine kleine Scheu beim öffentlichen Auftreten. Aber die über 3000 Demonstranten und deren konsequenter entschlossener Protest gegen die faschistische AfD erfasste die schüchternen Rotfüchse und Mut und Selbstbewusstsein rückten in den Vordergrund.
Die Rotfüchse traten gut sichtbar mit ihren selbst gemalten Schildern auf, auf denen sie das Verbot der AfD forderten. Auch die REBELL- und die MLPD-Fahne sowie das Transparent „GIB ANTIKOMMUNISMUS, FASCHISMUS, RASSISMUS UND ANTISEMITISMUS KEINE CHANCE! waren unübersehbar. Und wir waren mit den Liedern „Bella ciao“ und „Moorsoldaten“, einer eingeübten Parole gegen Faschisten, dem Rotfuchsschlachtruf und dem Lied „Kinder für Frieden und Freiheit“ unüberhörbar.
Viele Teilnehmer wurden auf die Rotfüchse aufmerksam und bekundeten ihre Zustimmung. Auch die Presse wurde auf die Kinderorganisation ROTFÜCHSE neugierig. Einige Vertreter der Presse machten Interviews mit ihnen. Sie ließen in ihren Fragen anklingen, dass die Rotfüchse doch gar nicht wissen, warum sie auf der Kundgebung seien. Selbstbewusst sagte unser 9-jähriges Rotfuchsmädchen, „dass sie gegen die AfD seien und sie verboten werden muss. Sie wären auch Betroffene“.