Unterschriftensammeln für die Europawahl
Gelsenkirchen: "Schön! Da unterschreibe ich gerne"
Heute früh - es war noch dunkel und regnete - sammelten wir unter Schülerinnen des Berufskollegs sehr erfolgreich Unterschriften für die Zulassung der Internationalistischen Liste / MLPD zur Europawahl.
"Wir sind für das Verbot der AfD und wollen bei der Europawahl als sozialistische Alternative gegen die Rechtsentwicklung antreten. Willst du das mit deiner Unterschrift unterstützen?“ - so sprachen wir die ankommenden Schülerinnen an. Die erste Auszubildende reagierte prompt: "Schön! Da unterschreibe ich - ich bin ja selber aus Mazedonien."
Dann sprachen wir ein Vierergrüppchen junger Frauen an. Alle hörten ernsthaft zu und waren sich einig gegen die AfD. Eine der Schülerinnen war am 27. Januar mit bei der antifaschistischen Kundgebung am Hans-Sachs-Haus in der Gelsenkirchener Innenstadt. Wir luden sie zum Politischen Aschermittwoch und zur zündenden Aschermittwochsrede von Lisa Gärtner und Peter Weispfenning vom Zentralkomitee der MLPD ein.
Die Schülerin sagte: "Ja, die Lisa, die kenne ich von der Aktion. Das war richtig gut!" Sie nehmen sich noch unsere Anti-AfD-Argumente mit und wir verabreden uns für den Politischen Aschermittwoch. Für die REBELL-AG hätten sie wegen ihrer Ausbildung zu wenig Zeit, aber Interesse haben sie auf jeden Fall. Andere nahmen erstmal das Flugblatt für das AfD-Verbot und wollen eine Unterschrift überlegen.
Für die Europawahl können Jugendliche ab 16 Jahren unterschreiben - und alle aus der EU! Der Schulleitung war unser Auftreten allerdings eher ein Dorn im Auge - zuerst stürzte der stellvertretende Schulleiter auf uns zu und wollte uns verscheuchen. Einer der nur Gift und (antikommunistische) Galle versprühte. Als ihm das nicht gelang, kam als nächster der Chef. Wir: "Oh, da kommt schon der nächste!" Er (wichtig!): "Ich bin der Schulleiter!". Vor den Europawahlen seien sie besonders gehalten, die Neutralitätspflicht einzuhalten, das sei gegenüber allen Parteien so. Er müsse das Ordnungsamt informieren… . Wir waren unbeeindruckt. Er fühlte sich dann doch herausgefordert, aus seinem antikommunistischen Arsenal so einige Argument vorzubringen: Lenins Gräueltaten, die MLPD sei Putinversteherin... . Wir konterten, dass er hier wohl die antikommunistische Staatsreligion anbringen wolle, sich aber vielleicht doch erst mal schlau machen solle, was die MLPD tatsächlich vertritt. Die Palästina-Broschüre hätte er dann doch genommen, hätten wir sie ihm geschenkt - als Hilfe für die Konflikte an der Schule. Er will sie im Internet lesen. Na also - geht doch!