Mit sozialdemokratischer Ministerpräsidentin

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Dänemark: Faschistoide Politik der Zwangsumsiedelung von über 10.000 Menschen

Bis 2030 soll es keine Stadtviertel mehr geben, in denen mehr als 50 Prozent Menschen mit sogenanntem „nicht westlichem Migrationshintergrund“ leben.

Von hi

Betroffen sind auch Menschen mit dänischem Pass. Es zählt die Herkunft. Über 10 000 Menschen werden deshalb zwangsumgesiedelt. Mit Baggern werden schon Wohnblocks abgerissen. Kommentar eines Mannes aus Palästina: "Als wir nach Dänemark kamen, hat man uns hier platziert. Wegen ein paar Youngsters, die Ärger gemacht haben, werfen sie nun alle raus.“

 

Bandenkriege und Anschläge sind der Vorwand, um gegen die Masse der in dem Viertel lebenden Werktätigen vorzugehen. Mit rassistischer Hetze sollen sie gespalten, der gemeinsame Kampf gegen die reaktionäre Rechtsentwicklung untergraben werden. Eine der bekanntesten Gegnerinnen des "Ghetto-Plans“ sagt:  „Mjolnerparken - so heißt das betroffene Viertel - ist der beste Ort, an dem ich in Kopenhagen gelebt habe. Kinder haben zusammen gespielt und Familien sich im Innenhof zum Kaffee getroffen." Jetzt rollen die Bagger und reißen sich um die Viertel auf der Jagd nach Anlagemöglichkeiten für Maximalprofit bringenden Kapital.

 

Die Frau sagt, dass es keine Parallel- Gesellschaft im Viertel gebe: „Sehen sie mich an: Ich bin dänisch, ethnisch dänisch. Ich bin keine Muslima, und ich bin Single. Ich habe mich hier immer akzeptiert gefühlt.“ Sie erzählt von jungen arabischen Männern, die ihr anboten, ihre Einkäufe zu tragen, wenn sie sie mit schweren Taschen sehen.

 

Die Baugesellschaft weist den Bewohnern Ersatzwohnungen zu, z. T. mit starken Mieterhöhungen und in ungünstigen Lagen. Vorm Europäischen Gerichthof läuft ein Verfahren. Wenn 2025 ein Urteil gefällt wird, sind die Zwangsräumungen abgeschlossen.