Großbritannien

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ASLEF-Lokführer streiken - ohne 40-Prozent Mindestbetrieb

In Großbritannien begann am gestrigen Dienstag die Lokführergewerkschaft ASLEF mit einer neuen Streikwelle für eine angemessene Lohnerhöhung, die der hohen Teuerungsrate Rechnung trägt. Die Lokführer haben die staatlich verordneten 5 Prozent abgelehnt und teilweise seit Jahren keine Lohnerhöhung gesehen. Aktuell werden die zahlreichen Eisenbahngesellschaften abwechselnd jeweils einen Tag bestreikt, dazu kommt ein Überstundenboykott. Ein wichtiger Erfolg der Lokführer schon zu Beginn der Streikwelle: die Eisenbahngesellschaften lehnen es derzeit ab, das neue Streikgesetz der Sunak-Regierung anzuwenden. Es schreibt vor, dass die Gewerkschaften einen Mindestbetrieb von 40 Prozent gewährleisten muss. Die Unternehmen erklären, die Anwendung der 40-Prozent-Klausel bedeute einen Riesenaufwand, um den Fahrplan zwischen den Unternehmen abzustimmen. Außerdem hatte ASLEF erklärt, dass der Streik dann verlängert werde. Premierminister Sunak zeigte sich "enttäuscht".