Lenin zum nationalen Befreiungskampf
Kommunisten müssen reaktionäre Strömungen bekämpfen
Es wird immer wieder verbreitet, ein Bündnis mit der faschistischen Hamas würde den Lehren Lenins im nationalen Befreiungskampf entsprechen.
Tatsächlich hatte Lenin schon 1920 darauf hingewiesen, dass man in diesem Kampf besonders „im Auge behalten“ muss:
„die Notwendigkeit, die Geistlichkeit und sonstige reaktionäre und mittelalterliche Elemente zu bekämpfen, die in den zurückgebliebenen Ländern Einfluß haben; (...) die Notwendigkeit, den Panislamismus und ähnliche Strömungen zu bekämpfen, die die Befreiungsbewegung gegen den europäischen und amerikanischen Imperialismus mit einer Stärkung der Positionen der Khane, der Gutsbesitzer, der Mullahs usw. verknüpfen wollen“. (Lenin, Entwurf der Thesen zur nationalen und kolonialen Frage, 1920; Lenin Werke, Band 31, S. 137; alle Hervorhebung der Autor)
Er unterstützte den nationalen Befreiungskampf, wandte sich aber strikt gegen nationale Spaltung zwischen den Volksmassen verschiedener Länder.
Allgemein formulierte er:
„Aus den dargelegten Grundsätzen folgt, daß die gegenseitige Annäherung der Proletarier und werktätigen Massen aller Nationen und Länder zum gemeinsamen revolutionären Kampf für den Sturz der Gutsbesitzer und der Bourgeoisie zum Eckstein der gesamten Politik der Komintern in der nationalen und kolonialen Frage gemacht werden muß. Denn nur eine solche Annäherung verbürgt den Sieg über den Kapitalismus, ohne den es unmöglich ist, die nationale Unterdrückung und die Nichtgleichberechtigung zu beseitigen“. (ebenda, S. 134)