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Die "Saubermänner" von der AfD

Die AfD stellt sich oft als großer "Saubermacher" im Gegensatz zu den Regierungsparteien dar.

Korrespondenz aus Schweinfurt

Schauen wir uns die Saubermänner der AfD Bayern einmal genauer an:

Daniel Halemba, ein schmieriger Burschenschafter, der für Heinrich Himmler schwärmt, darf weiter im bayerischen Landtag sein Unwesen treiben, obwohl er nachweislich bei der Listenaufstellung betrogen hat. Der Parteitagsbeschluss der AfD, dass er sein Mandat niederlegen soll, bezieht sich auch nicht auf seine Himmler-Verherrlichung, sondern auf die schmutzigen Tricks bei der Kandidatenaufstellung. Denn offen faschistische Umtriebe sind in der AfD ja inzwischen möglich. Tatsache ist, dass er sein Mandat bis heute nicht niedergelegt hat. Er war auch zur Winterklausur der Landtagsfraktion eingeladen.


Martin Böhm, Spitzenkandidat der AfD, hatte Halemba bereits auf dem Parteitag in Greding öffentlich verteidigt: Es gelte, "den Karnickeln in den Parlamenten den verdienten Nackenschlag zu versetzen und nicht den eigenen Parteikameraden". Gewaltaufrufe gegen Andersdenkende scheinen in der AfD an der Tagesordnung zu sein. Für Fraktionsvize Richard Graupner gibt es ohnehin keinen Grund, das Mandat zurückzugeben. „Es ist alles mit rechten Dingen zugegangen“. Das sagt einer, der Interna aus seinem Polizeidienst an „Kumpels“ weitergegeben hat und dafür verurteilt wurde. Diese „Basisdemokraten und Saubermänner“ setzen sich selbstherrlich über Parteitagsbeschlüsse hinweg. Sie betrügen um Posten und rufen zur Gewalt gegen Andersdenkende auf. In ihrem Größenwahn hat die bayerische AfD ein Regierungsprogramm vorgelegt. Kernpunkte sind unter anderem ein "Geh-hoam"-Reformplan, die Abschaffung der Erbschaftssteuer und die Abkehr von grüner Energie zurück zur Atomkraft. Wenn das die Alternative für Bayern sein soll, dann gute Nacht.

 

Wer wirklich eine Alternative zu dem ganzen bürgerlichen Sumpf will, muss Mitstreiter der kämpferischen Opposition werden. Eine gute Möglichkeitdafür ist die Unterstützung der Internationalistischen Liste / MLPD bei der Europawahl.