Penetrant Deutschlandfahnen gezeigt
Querdenker-Autokorso mit Schwerfahrzeugen in Düsseldorf
In Düsseldorf kreiste (buchstäblich) am Montag noch eine zweite Autokorso-Demonstration, gebildet aus Lastern, Transportern und einigen PKWs (keine Traktoren). Es haben sich ganze Fahrzeugkolonnen von „Rhein-Ruhr Recycling“ bis zu einem Dachdecker-Betrieb eingereiht.
Auf die Sorgen der Bauern bezogene Forderungen sind auf den – insgesamt wenigen – Plakaten kaum auszumachen, dafür umso mehr Deutschland-Fahnen sowie die platten Aussagen „Weg mit der Ampel“, „wir arbeiten in Deutschland und lassen uns nicht unterjochen“, „Demokratie heißt Widerstand“, „verkohlt – vermerkelt“. Das ist das politische Gesicht der Querdenker-Szene, wie wir das aus den Corona-Leugner-Demo-Zeiten zur Genüge erlebt haben. Auch bei dem heutigen Korso wird an berechtigten Wünschen angeknüpft – „Frieden, Freiheit, keine Krisen, keine Kriege“. Doch das bleibt demagogisch, wie wir das von der AfD kennen, da nicht klar gesagt wird, wer wofür verantwortlich ist und mit wem man wohin will. Das penetrante Zeigen der Deutschland-Flagge ist auch eine Aussage: Nationalismus (einschließlich Zwietracht zwischen den Völkern, weil man sich damit zu einer führenden imperialistischen Macht bekennt) ist die Grundrichtung, nicht der Zusammenschluss der internationalen Arbeiterklasse und schon gar nicht der Klassenkampf gegen das internationale Finanzkapital mit dem Ziel eines echten Sozialismus.
Welche politischen Organisationen und Parteien da mitmischen, ist nur zu erahnen, das wird schamhaft verdeckt. Ob die häufig erlebten Demo-Ordner mit ihrer oft gegen die MLPD gerichteten Parole „Keine Parteien, keine Fahnen“ aus diesem Anschauungsunterricht besser begreifen, weshalb es wichtig ist, dass jeder erfährt, wer wir sind und wofür wir sind?!