Tarifverhandlungen
Neuer Streik der GDL? Weselsky gegen Schlichtung
Am Freitagabend beendete die GDL ihren dreitägigen Warnstreik in der aktuellen Tarifrunde; die Beteiligung war groß, diszipliniert, kämpferisch und geschlossen. Dabei mussten sich die Streikenden und ihre Unterstützer allerhand unverschämter Hetze entgegenstellen. Das taten sie entschieden und überzeugt: Sie nehmen sich das Recht, für die volle Durchsetzung ihrer voll berechtigten Forderungenzu streiken, so lange es notwendig ist.
Trotz Ungemach für Pendler haben diese mehrheitlich Verständnis für die Streikenden, stehen sie doch selbst ein andermal in gewerkschaftlichen und selbständigen Streiks ihren Konzernherrn gegenüber.
Neben der Absenkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich zählt zu den zentralen Forderungen der Lokführergewerkschaft auch der Tarifvertrag der Fahrdienstleiter. Eine Schlichtung, wie der Bahnkonzern sie anstrebt, kommt für den GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky nicht in Frage. Für den weiteren Verlauf des Tarifkonflikts kündigte Weselsky an, den Druck weiter zu erhöhen - möglicherweise mit einem längeren Streik.