Diskussion
"Die Kritiken am Artikel zu Habeck sind berechtigt"
Die Rote Fahne Redaktion antwortet auf die Kritiken zum Artikel zur Aktion im Hafen von Schlüttsiel.
Zu dem Artikel auf rf-news Hysterische Debatte über Landwirte-Aktion im Hafen von Schlüttsiel wurde bereits die Kritik von Monika Gärtner-Engel Zu dem Artikel über die Begegnung von Robert Habeck mit den Bauern und eine weitere aus Dresden publiziert Bauernproteste: Eine klare Abgrenzung von faschistoiden bis faschistischen Kräften ist nötig.
Die Rote Fahne Redaktion antwortet darauf:
Vielen Dank für die berechtigten Kritiken.
1. Unsere Berichterstattung passte sich einem kleinbürgerlich geprägten und faschistisch beeinflussten Unmut an. Dafür Sympathie aufzubringen, verlässt den proletarischen Klassenstandpunkt.
2. Kritik an Mediendarstellungen, aktiver Widerstand gegen bürgerliche Politiker sei verwerflich, ist berechtigt. Dass uns das dazu verführte, Sympathie für die faschistisch beeinflusste Aktion aufzubringen, folgte objektiv der Querdenker-Logik: „Hauptsache, irgendwie gegen die Regierung“.
3. Gründlicher analysieren! Wir hatten in der Analyse die Indizien für ultrarechte und faschistische Einflüsse unterschätzt. Statt Wunschdenken muss immer nüchtern analysiert werden.
4. Gründlicher arbeiten. Der Artikel wurde relativ spät fertig und nur noch oberflächlich kontrolliert, statt nochmals genauestens die Selbstkontrolle einzuschalten.
5. Die Widersprüchlichkeit der politischen Gemengelage und der von verschiedenen Kräften aus verschiedenen Klassen stammenden Einflüsse in und auf diese Proteste wurden von uns unterschätzt. All das müssen wir künftig beachten, um solche Fehler künftig auszuschließen.
Peter Weispfenning