Ehemaliger Bundesinnenminister
Über Seehofers Feinde und seine Freunde
Bekannt ist, dass Horst Seehofer, ehemaliger Bundesinnenminister, CSU, jetzt Rentner, wohnhaft in Ingolstadt, ein Feind der Arbeiter- und Volksbewegung ist. Ein Feind von allem Fortschrittlichen, ein Feind der Flüchtlinge und ein hasserfüllter Antikommunist.
Am 7. September 2018 forderte Monika Gärtner-Engel, Internationalismusverantwortliche der MLPD, seinen Rücktritt: "Es ist haarsträubend, mit welchen reaktionären Sprüchen sich Horst Seehofer und Hans-Georg Maaßen als Chef des Inlandgeheimdienstes sich zu Wort melden. Seehofer bezeichnete die Migration als 'Mutter aller Probleme in diesem Land.' Maaßen und Seehofer sind quasi die Verkörperung der Faschisierung des Staatsapparates und seiner konsequenten Ausrichtung gegen Demokraten, Linke und Revolutionäre." Soweit Monika Gärtner-Engel 2018.
Am 3. August 2021 endete im thüringischen Meiningen der Prozess, den Stefan Engel, ehemaliger Parteivorsitzender der MLPD und bis heute Redaktionsleiter ihres theoretischen Organs, gegen seine Einstufung als "Gefährder" führte, mit einem Erfolg. Die Neue Presse stellte fest: „Schlappe für die Polizei, Marxisten sind keine Gefährder.“ Eine Schlappe vor allem auch für den Antikommunisten Seehofer, ein Erfolg auch der Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“.
Kürzlich wurde jetzt mehr über seine Freunde bekannt. Schon mit 32 Jahren versuchte er, Druck auf das Bundesarchiv zu machen, um Material für seinen Parteifreund Alfred Schickel zu bekommen. Der betrieb einen Verein „Zeitgeschichtliche Forschungsstelle Ingolstadt“ (ZIF). Nach Seehofers Brief sei es dabei um die „Klärung zeitgeschichtlicher Fragen gegangen, ohne einseitige Parteinahme oder Interpretation.“ Dieser Verein war ein Verein für faschistische Geschichtsschreibung.
Deutschland sollte von seiner "belastenden historischen Schuld" und vom "Hitler-Syndrom" befreit werden. Die Verantwortung für den Zweiten Weltkrieg hätten Polen und Roosevelt. Der Hitler-Faschismus wird als kleiner Betriebsunfall in einer 2000-jährigen Geschichte behandelt. Der Völkermord an den Juden wird kleingerechnet, die Echtheit der Wannsee-Protokolle, in denen die vollständige Auslöschung jüdischen Lebens geplant war, wurde bestritten. Kontakt hatte der Verein zu dem SS-Schergen Günther Schenck, der an Menschenversuchen in Konzentrationslagern beteiligt war. Verbindung hatte er auch zum ehemaligen Ministerpräsidenten von Bayern Max Streibl, auf dessen Initiative hin Alfred Schickel 1989 das Bundesverdienstkreuz bekam.
Die Verbindung zu Seehofer blieb bestehen. Schickel bezeichnete Seehofer in einem Brief als „Mitarbeiter unserer Forschungsstelle“. Seehofer (zu der Zeit Landwirtschaftsminister) schickte 2006 zum 25-jährigen Bestehens der ZFI ein Grußwort. Darin schrieb er „Ich bin von der geleisteten Arbeit sehr beeindruckt und immer wieder erstaunt, welche Zusammenhänge und Vorgänge hier ans Tageslicht gebracht werden.“
Wir staunen ebenfalls über die Vorgänge um und Zusammenhänge von Seehofer.