Salzgitter

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Stahltarifrunde: Der Tarifkampf ist noch nicht zu Ende

Die Stahltarifrunde nahm einen guten Anlauf. Die Kolleginnen, Kollegen und deren Vertrauensleute zeigten eine große Bereitschaft, die gestellten Forderungen durchzukämpfen – und dann das. Am Morgen des 16. Dezember 2023 kam die Nachricht: „Stahlarbeitgeberverband und IG Metall haben sich geeinigt.“ Viele konnten es kaum glauben und als bekannt wurde, worauf sich „geeinigt“ wurde, war die Empörung groß.

Korrespondenz

In den Medien wurde sofort die Botschaft auf den Weg gegeben, es gibt eine „Einigung“, einen „Abschluss“. Die Kolleginnen, Kollegen und Vertrauensleute sehen dies aber ganz anders. Mit dem Abschluss und mit dem, wie er zustande kam, sind die Stahlarbeiter überhaupt nicht einig. Sie sind hellauf empört und lehnen das Ergebnis der Verhandlungen ab. Auch die Auszubildenden fühlen sich noch stärker über den Tisch gezogen, weil sie noch weniger bekommen sollen als ihre älteren Kollegen. „Ist denn für uns das Benzin billiger?“ Stimmen werden laut, die eine Absetzung des Verhandlungsführers fordern. Ganz wichtig ist jetzt ein Erfahrungsaustausch unter den Belegschaften und Vertrauensleuten der Stahlstandorte, auch durch Berichte in Rote Fahne News.

 

Wie kann es sein, dass die IG-Metall-Verhandlungsführer sich auf so etwas einlassen?

Die Krise der bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus

268 Seiten, 17,50 €

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Webseite Revolutionärer Weg

 

Das Buch, „Die Krise der bürgerlichen Ideologie und die Lehre von der Denkweise, II. Teil: Die Krise der  bürgerlichen Ideologie und des Opportunismus“ gibt eine Antwort. Es befasst sich unter anderem mit der fortschreitenden Krise des Reformismus und der damit verbundenen „Erneuerung’ der Gewerkschaften im Schlepptau des modernen Reformismus.“ Es stellt verständlich Probleme in der Gewerkschaftsbewegung klar. Dort heißt es unter anderem:

 

„Ende der 1990er-Jahre forderten die in der EU ansässigen internationalen Monopole eine offensivere Ausrichtung der nationalen Regierungen auf den beschleunigten Abbau sozialer Errungenschaften. Gerhard Schröder und Tony Blair setzten den Auftrag der europäischen Spitzenmonopole brav um. In ihrem gemeinsamen Papier klingt das so: ‚Wir müssen unsere Politik in einem neuen, auf den heutigen Stand gebrachten wirtschaftlichen Rahmen betreiben, innerhalb dessen der Staat die Wirtschaft nach Kräften fördert‘. Eilfertig übernahmen Schröder und Blair all die Forderungen der ‚Wirtschaft‘ und gaben sie als künftige sozialdemokratische Leitlinien aus. Und weiter: „Die rechte sozialdemokratische Führung der Gewerkschaften schwenkte auf den modernen Reformismus ein. Sie wandelte ihre Praxis der reformistischen Klassenzusammenarbeit mit Staat und Monopolen hin zum offenen Co-Management. Die weltanschaulichen Grundlagen dafür schufen die damaligen IG-Metall-Vorsitzenden Berthold Huber und Detlef Wetzel 2008. Wetzel formulierte sie in den ‚Thesen zur Erneuerung der Gewerkschaftsarbeit‘.“

 

Das Buch gehört in die Hand einer jeden Arbeiterin und eines jeden Arbeiters.