Abschlussabend Lesegruppe

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Abschlussabend Lesegruppe zum Revolutionären Weg 38: "Das ist eine Streitschrift für freies Denken"

Am 18. Dezember hat unsere Lesegruppe mit einem Glas Sekt und Weihnachtsgebäck den erfolgreichen Abschluss der Schrift „Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft“ (Revolutionärer Weg Nr. 38) gefeiert. Ganz beharrlich hat sich unsere zwischen sechs und acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestehende Gruppe jeden zweiten Montag seit der ersten Nummer der Buchreihe zur Krise der bürgerlichen Ideologie und der Lehre von der Denkweise (RW 36, 37) getroffen und die Bücher Stück für Stück gelesen und beraten.

Von Anna Bartholomé

Jetzt waren alle schon in der Vorbereitung gebeten, mit ein paar Sätzen zu erfassen, was sie sich von dieser Nummer besonders einprägen konnten.

 

„Für mich war das Buch eine Streitschrift für freies Denken“, berichtet ein Arbeiter. „Mich interessiert besonders die Umweltfrage und ich verfolge manches im Fernsehen. Aber hier wird deutlich, warum die Forscher oft gute Einzelkenntnisse bringen, aber es fehlt der Gesamtzusammenhang und dann bleibt auch unklar, wer verantwortlich ist für die Umweltkatastrophe und was getan werden muss“.

 

„Ich bin ja selber gelernte Krankenschwester“, berichtet eine Teilnehmerin „da war natürlich das 'Dilemma der bürgerlichen Medizin' interessant. Mir ist es selber nach einer OP so gegangen, dass keiner mir sagen konnte, warum es danach solche Komplikationen gab, dass ich einmal von zuhause aus den Notdienst rufen musste. Meine Hausärztin hat das zwar behandelt, aber auch nicht gefragt, woher die Probleme kommen können. Die sind das gar nicht gewohnt, den Sachen auf den Grund zu gehen. Den Grund dafür erfährt man aus dem Buch.“

 

„Mich hat besonders das Kapitel 'Definition des Lebens' interessiert“, berichtet eine Teilnehmerin. „Bisher konnte ich mir das Wunder des Entstehens eines Menschen nicht erklären. Jetzt heißt es ganz materialistisch, dass Leben die Daseinsweise der Eiweißkörper ist, und noch spannender ist, dass sie sich in einer beständigen Selbsterneuerung befinden“.

 

Die Krise der bürgerlichen Naturwissenschaft

166 Seiten

ab 17 €

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„So wie wir selber uns ständig selbst verändern und das auch bewusst tun“ - halten wir zusammen fest.

 

Dieser Teilnehmerin hat das Kapitel über die moderne Psychologie besonders geholfen. Sie hat eine psychisch kranke, schon erwachsene Tochter und sagt jetzt: „Erstaunlich wie viele Komponenten in eine psychische Störung hineinwirken können und dass keineswegs alles mit der Erziehung der Eltern zusammenhängt. Das nimmt einem nicht die Sorge um die Tochter, aber die eigenen Schuldgefühle können bekämpft werden, die ein richtiges Hindernis sind, den Problemen sachlich auf den Grund zu gehen."

 

Unser ältester Teilnehmer ist etwas einsilbig, betont aber immer, wie gerne er zur Lesegruppe kommt. Aber Spaß hatte er an dem Kapitel zum Urknall. „Dabei wusste ich schon lange, dass von Nichts nichts kommen kann. Aber selbst im Weltall ist das so.“

 

Er und die anderen (außer zweien, die schon eine begleitete Studienwoche dazu mitgemacht haben) wollen an der Lesegruppe zum Buch „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen“ teilnehmen. Sie wird ab dem 22. Januar 2024 wie immer jeden zweiten Montag um 18.30 Uhr im Treff International in Gelsenkirchen stattfinden. Alle haben sich verpflichtet, dafür weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu gewinnen.