Weihnachtsfest
Jesus - ein palästinensischer Rebell
Weltweit feiern Christen heute die Geburt Jesu. Sie verbinden mit diesem Fest viele positive Gefühle und Werte wie Gerechtigkeit, Frieden, Nächstenliebe. Die christlichen Kirchen in Deutschland repräsentieren diese Werte allerdings auch in den Augen gläubiger Christen immer weniger. Die Tradition des Weihnachtsfestes aber hat sich erhalten und wird mit Zusammensein, Geschenken, Musik ... begangen.
Jesus war Handwerker
Um den Menschen Jesus ranken sich viele Legenden, aber wenig gesichertes Wissen. Geboren wurde er in Bethlehem, gelegen in Palästina und heute ein Brennpunkt der Unterdrückung des palästinensischen Volks und des palästinensischen Befreiungskampfs durch Israel. Jesus ist weder am 24. Dezember geboren noch im Jahre Null unserer Zeitrechnung und Jungfrau war seine Mutter Maria, eine Palästinenserin, schon gleich gar nicht. Er wuchs in Nazareth mit Geschwistern auf, erlernte vermutlich den Beruf des Zimmermanns wie sein Vater Josef und arbeitete als Fischer und Bauhandwerker. Die Familie war wahrscheinlich jüdischen Glaubens wie viele Palästinenser damals. Die Evangelien nach Markus, Matthäus, Lukas und Johannes sind als historische Quellen unsichere Kantonisten. Sie wurden etwa zwischen 70 und 100 nach Beginn unserer Zeitrechnung verfasst, stimmen nur teilweise überein und sind sehr lückenhaft. Von den christlichen Kirchen werden sie dennoch mit Zähnen und Klauen als Fundament des Christentums verteidigt.
Rebell und Agitator für einfaches Leben
Im Mittelpunkt dieser biblischen Geschichten steht Jesu Werdegang und Tätigkeit als Prediger und Agitator für Umkehr, einfaches Leben, Demut. Er predigte an öffentlichen Plätzen und war eine lokale Berühmtheit. Es wird vermutet, dass er aufgrund seiner rebellischen Auslegung der jüdischen Schriften von der traditionellen jüdischen Glaubensgemeinschaft als Unruhestifter angesehen wurde. Beim Volk war er beliebt und zahlreiche Wunder wurden ihm angedichtet, wie die Heilung von Querschnittsgelähmten und die Vervielfachung eines einzelnen Fisches aus dem See Genezareth, mit der er eine Hungersnot verhinderte. Wahrscheinlich wurde er von Angehörigen der jüdischen Führungsschicht verhaftet, die ihn an die Römer übergab. Pontius Pilatus verurteilte Jesus zum Tod durch Kreuzigung.
Die sozialen Prinzipien des Christentums sind nicht sehr edel
Zum Sohn Gottes und Erlöser der Menschheit hochstilisiert wurde er im Zug der Entwicklung des Christentums zur Staatsreligion. Karl Marx fand deutliche Worte über die "sozialen Prinzipien des Christentums": "Sie haben die antike Sklaverei gerechtfertigt, die mittelalterliche Leibeigenschaft verherrlicht und verstehen sich ebenfalls im Notfall dazu, die Unterdrückung des Proletariats, wenn auch mit etwas jämmerlicher Miene, zu verteidigen. Die sozialen Prinzipien des Christentums predigen die Notwendigkeit einer herrschenden und einer unterdrückten Klasse und haben für die letztere nur den frommen Wunsch, die erstere möge wohltätig sein. Die sozialen Prinzipien des Christentums setzen die konsistorialrätliche Ausgleichung aller Infamien in den Himmel und rechtfertigen dadurch die Fortdauer dieser Infamien auf der Erde." (Marx/Engels,
Werke, Band. 4, S. 200)
Vom Staat Israel des Antisemitismus bezichtigt
Die zionistische Propaganda bezichtigt auch diejenigen, die Jesus als Palästinenser und Rebellen bezeichnen, des Antisemitismus. Wie könnte es anders sein. Mena-Watch, angeblich "unabhängiger Nahost-Thinktank", attackiert z. B. die Amerikanerin Linda Sarsour, die der Auffassung ist, dass Jesus Palästinenser war: "Antisemitinnen wie Linda Sarsour behaupten, Jesus sei Palästinenser gewesen. Immer wieder wird dem interessierten Publikum die antisemitische Legende aufgetischt, dass Jesus Palästinenser gewesen sei. Dabei wird das christliche Evangelium so verzerrt, dass es klingt wie der Bericht einer Anti-Israel-NGO. ... Die dem Neuen Testament völlig widersprechende Behauptung, deren Zweck es ist, jegliche Beziehung der Juden zum Land Israel zu leugnen, stammt aus dem ideologischen Werkzeugkasten von Jassir Arafat und der Palästinensischen Autonomiebehörde." Auch wenn das Neue Testament zur Bibel gehört, ist es keine zuverlässige Quelle. Und mit dem Verweis, dass Jesus ein palästinensischer Rebell war, wird das Existenzrecht des heutigen Staates Israel nicht geleugnet. Er besagt allerdings, dass Juden und Palästinenser friedlich zusammenlebten. Das könnten sie auch heute, wenn der zionistische Terror sie nicht darin hindern würde.
Stoppt den barbarischen Gazakrieg!
In anderen Jahren strömten gläubige Christen zur Geburtskirche in Bethlehem - dieses Jahr ist Bethlehem zur Weihnachtszeit verwaist. Die deutsche Bundesregierung will der Bevölkerung und insbesondere den Christen vorschreiben, in blinder Nibelungentreue zur faschistoiden israelischen Regierung zu halten und allenfalls verhaltene Kritik an ihrer bestialischen Kriegsführung gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen zu üben. Eine aktuelle UN-Studie kommt zu dem Schluss, dass in den abgeriegelten Küstenstreifen Gaza 577.000 Menschen in die schwerwiegendste Kategorie des Hungers fallen. Auf der ganzen Welt sind gegenwärtig "nur" noch 129 000 Menschen in derselben Lage. Sogar 13 der 15 Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrats fordern Israel dazu auf, „unverzüglich einen sicheren und ungehinderten humanitären Zugang“ in den Gazastreifen zu ermöglichen.
Wenn man heuer zu Weihnachten Jesu und seiner rebellischen Predigten gedenkt, kann niemand sich dem entziehen, was heute in Palästina geschieht. Angesichts des unermesslichen Leids, das der mörderische Krieg des zionistischen Israel über die Massen des palästinensischen Volkes bringt, wird die Spendensammlung "Gaza soll leben", die die United Front Deutschland ins Leben gerufen hat, fortgesetzt. Bis jetzt konnten schon 25.000 Euro gesammelt und weitergegeben werden. Die MLPD unterstützt diese Spendensammlung für die Menschen in Gaza und ruft gleichzeitig dazu auf, für die internationalistische Arbeit der MLPD zu spenden. Wir machen eine unermüdliche und bewusstseinsbildende Arbeit zu Gaza und dem palästinensischen Befreiungskampf. Aber auch in anderen Regionen der Welt hat die MLPD vielfältige Kontakte und z. B. eine ganze Reihe von Einladungen für Besuche im nächsten Jahr und Interesse an Übersetzungen von Literatur der MLPD.
Spendenkonto der MLPD bei der GLS-Gemeinschaftsbank: IBAN DE76 4306 0967 4053 3530 00 Stichwort: Internationalistische Arbeit
Humanitäre Hilfe für die Masse der Bevölkerung im Gazastreifen! Wir garantieren die verlässliche Übergabe von 100 % der Gelder zu eben diesem Zweck. Spendenkonto Solidarität International IBAN DE 86 5019 0000 6100 8005 84 Stichwort: United Front Gaza