Pressemitteilung des AStA der Universität zu Köln
Lasst unsere Kita offen! - Kita Weyertal 113 darf nicht schließen
Der AStA der Universität zu Köln schreibt (Auszüge):
Vor einigen Wochen wurden die Eltern, die ihre Kinder täglich zur Betreuung in die Kindertagesstätte Weyertal 113 bringen, mit einer drastischen Nachricht konfrontiert: Die Kita soll im Sommer 2025 schließen.
Der Grund hierfür sei laut der Stadt die Sanierungsbedürftigkeit des Gebäudes; diese sei jedoch wirtschaftlich nicht tragbar. Dies sei der Fall, da der Pachtvertrag für das Grundstück, das der Universität zu Köln bzw. dem Land NRW gehört, bis 2032 auslaufen soll. Die Universität plane, das Grundstück anderweitig zu nutzen. Konkrete Aussagen hierzu gibt es nicht, außer dass das Grundstück für die Zwecke von Lehre und Forschung grundsätzlich gut in Frage käme. Das KSTW hat sich bereit erklärt, die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen zu übernehmen, für die grundsätzlich die Stadt als Träger schon seit mehreren Jahrzehnten vertraglich - im Gegenzug zur mietfreien Nutzung - verpflichtet ist. Dies sei jedoch nur möglich, sofern für die Kita eine Zukunft über 2032 hinaus besteht. Die Nachricht kam für die Betroffenen plötzlich und unerwartet.
Wir fordern konstruktive sowie nachhaltig-lösungsorientierte Gespräche zwischen allen Akteuren; sowohl der Stadt Köln, der Universität als auch dem KSTW. Eine Schließung der Kindertagesstätte muss unter allen Umständen verhindert werden. Den Studierenden muss eine Perspektive gegeben werden, um aktiv planen zu können. ...
Die Studierenden und Eltern von insgesamt 90 Kindern fühlen sich mit ihren Sorgen, Zukunfts- und Existenzängsten allein gelassen. Die Möglichkeit, ihre Kinder tagsüber zu (einer Uni-nahen) Betreuungsmöglichkeiten zu bringen, ist für die meisten die einzige Möglichkeit, ihren Alltag zwischen Erziehung, Arbeit und ihrem Studium zu bewerkstelligen. Die städtischen Angebote stellen aufgrund der mangelnden Kapazität oder der Entfernung keine Alternative dar. Wird also die Kita geschlossen und keine Alternative geschaffen, so wird den Müttern und Vätern ein Recht auf ihr Studium, mittelbar ihr Recht auf Bildung, genommen. ...
Wir fordern die Universität auf, das Grundstück weiter zum Zwecke der Kinderbetreuung zur Verfügung zu stellen und eine angemessene Lösungsstrategie gemeinsam mit den Beteiligten sowie Betroffenen zu erarbeiten. ...