Von der Kreisleitung Duisburg der MLPD
Solidaritätserklärung zum 24-Stunden-Streik der Stahlbelegschaften in Duisburg
Die Kreisleitung Duisburg der MLPD schickt solidarische und kämpferische Grüße zum 24-Stunden-Streik in den Duisburger Stahlbetrieben an die Belegschaften.
Er ist die richtige Antwort auf die Provokation der Stahlkonzerne. Für sich fordern sie Milliardensubventionen, Strom für 5 Cent und wollen die Belegschaften mit 3.5% auf 15 Monate abspeisen, Arbeitszeitverkürzung weder sofort und noch mit vollem Lohnausgleich!
In den Chefetagen geht die Angst vor Streik um. So warnt der tk-Vorstand in Merkblättern vor selbständigen und politischen Streiks, droht mit Repressionen und selbst für gewerkschaftliche Warnstreiks mit einer härteren Gangart („Zugänge und Zufahrten zum Betrieb dürfen nicht versperrt werden“). Sie anzuwenden traute er sich beim Warnstreik am Montag allerdings nicht.
Selbstbewusst wurden alle Tore dicht gemacht, hunderte Autos stauten sich vor den Toren. Jetzt klagt der Vorstand gegen die mit ihm vereinbarte Notvereinbarung für den Streik. Ein zweiter Hochofen und weitere Anlagen sollen laufen. Der Vorgang zeigt: in der Offensive bleiben ist richtig – und wir brauchen ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht!
Viele Kollegen wollten höhere Lohnforderungen aufstellen – angesichts der Inflation, die einen dauerhaften Lohnnachschlag überfällig macht! Die Haushaltsbeschlüsse der Ampel-Regierung zu unseren Lasten setzen noch eins drauf. „Wir Stahlarbeiter müssen lernen, richtig zu kämpfen und streiken“, das war die Stimmung bei vielen Kollegen in den ersten Warnstreiks. Warumlang e fackeln? Werden die Forderungen nicht erfüllt – Abbruch der Verhandlung, , Vollstreik für die volle Durchsetzung! Das ist das richtige Signal an 8 Millionen Kolleginnen und Kollegen vom öffentlichen Dienst bis zu den Lokführern, die derzeit in Tarifkämpfen stehen. Lasst uns die Kräfte der Arbeiterbewegung bündeln!
Die Stahlarbeiter und ihre Familien stehen vor großen Herausforderungen: Die Verkaufspläne von thyssenkrupp, die Zukunft von HKM, die gesellschaftliche Verantwortung angesichts von Weltkriegsgefahr und begonnener globaler Umweltkatastrophe. Der Kapitalismus setzt die Existenz der Menschheit auf's Spiel! Ein Streik ist der richtig Schritt hin zur Arbeiteroffensive.
Für eine gesellschaftliche Alternative zum Krisenchaos des Kapitalismus, für die Rettung von Mensch und Natur. Für uns liegt diese im echten Sozialismus, der auch die Lehren zieht aus dem Verrat am Sozialismus in Ländern wie der ehemaligen DDR. Zu den Kämpfen der Arbeiter gehört die Auseinandersetzung über die Perspektive ihres Kampfs – heute mehr denn je.
In diesem Sinn herzliche und solidarische Grüße
Jürgen Blumer für die Kreisleitung MLPD Duisburg