Buchverkauf stand im Mittelpunkt

Buchverkauf stand im Mittelpunkt

Umweltaktionswoche im Kreis Zollernalb

Im Mittelpunkt stand die Bekanntmachung und der Verkauf des Buchs: „Die globale Umweltkatastrophe hat begonnen“.

Von bs

Auftakt war die Buchvorstellung mit Julia Scheller, der Landesvorsitzenden der MLPD, am 3. Dezember. Nachdem Julia einen Überblick über die Kernaussagen des Buches gegeben hatte, folgte eine spannende Diskussion. Ein Thema war der Unterschied zwischen Ausbeutung, Überausbeutung und Nutzung der Natur im Kapitalismus und im Sozialismus. Im Sozialismus werden die Natur und deren Bodenschätze genutzt unter der Leitlinie der Einheit von Mensch und Natur und nicht mehr (über)ausgebeutet zur kapitalistischen  Profitmaximierung.

 

Teilnehmer brachten auch ihre Erfahrungen beim Buchverkauf ein: Es ist wichtig, die dialektisch-materialistische Methode des Buches zu propagieren. Damit ist es möglich,  exakte Qualifizierungen zu treffen und Zusammenhänge aufzudecken. Es gilt auch „aufzurütteln“, die Lügen und die Heuchelei der Herrschenden frontal anzugreifen, oder wie Julia Scheller es formulierte, "mit der Methode der wissenschaftlichen Polemik das Buch zu verkaufen." Mit Suppeneintopf und anschließendem Spaziergang auf der verschneiten Alb war das ein guter Einstieg in die Aktionswoche.

 

Die Montagsaktion Zollernalb hatte am 4. Dezember angesichts der gerade begonnenen Weltklimakonferenz den Schwerpunkt auf den Umweltkampf als Teil des Tags des Widerstands gelegt. Am offenen Mikrofon wurde das Buch vorgestellt, ein gutes Training, um eine Frage gründlich zu behandeln, statt alles auf einmal anzusprechen. Es zeigte sich, dass allein das Thema Umweltkatastrophe nicht automatisch die Leute anzieht, wie wir das bei sozialen Fragen oder Kriegen erlebt hatten. Nicht wenige hielten sich erst mal fern. Eine Kollegin sagte: „Ich bin froh, wenn das Jahr rum ist bei den vielen Krisen“.

 

Auch bei zwei Haus-Einsätzen im Wohngebiet Ebingen West begegneten wir solchen Vorbehalten. Es ist notwendig, in die Tiefe zu gehen, dann ist es auch möglich, die Denkweise in Bewegung zu bringen. So meinte ein Kollege „Ich bin Pessimist“. Fühlte sich dann aber herausgefordert durch die Diskussion um das notwendige System der Selbstkontrolle im Sozialismus und kaufte zu diesem Thema das Parteiprogramm. Eine Bekannte kaufte das Buch. Auch Spenden erhielten wir.

 

Die Wohngebiets-Gruppe hatte die Initiative ergriffen, die Umweltaktionswoche mit dem Kampf gegen die AfD zu verbinden und ein Flugblatt dazu herausgegeben: „Nicht die Flüchtlinge gefährden unsere Kinder, sondern die zahlreichen Krisen des imperialistischen Weltsystems!“ Es geht um die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in einer leer stehenden Gaststätte im Wohngebiet. Seit Wochen machen Kräfte der AfD massiv Stimmung dagegen, schüren Panik und rassistische Vorurteile gegen die Flüchtlinge, die noch nicht mal da sind. Auch ein Leserbrief dazu sowie Ankündigungen der Veranstaltung und der Kundgebung erschienen zumindest in zwei der drei örtlichen Zeitungen. Es war richtig diese polarisierte Auseinandersetzung auszutragen und mit der Umweltaktionswoche zu verbinden.

 

Zum Umweltkampftag am 9. 12. wurde auch vor zwei Betrieben und den Berufsschulzentren in Albstadt und Balingen geworben. Bei Jugendlichen ist der Unterschied in den Reaktionen deutlicher: Manche wollten genauer wissen, worum es bei Weltklimakonferenz und Umweltkampftag geht, andere reagierten provokativ desinteressiert.

 

Gestern fand unsere Kundgebung in der Ebinger Fußgängerzone statt. Am Rande fanden einige lange Gespräche mit Passanten statt. Ein Genosse berichtet: „Man muss sich richtig rein begeben in die Debatte. Mein Gesprächspartner stimmte mir zu, dass der Kapitalismus weg muss und der Sozialismus gut wäre, gleichzeitig vertrat er Positionen der Querdenker und Klimaleugner.“

 

Wichtig sind nachhaltige Erfolge:

 

  • Festigung der gewonnenen Kontakte und der Wohngebietsarbeit.
  • Rein in den Kampf gegen die AfD und für eine Willkommenskultur (ca. 50 Flüchtlinge sollen im Februar in das Wohngebiet kommen).
  • Immer neue Argumente und Erfahrungsaustausch über den Verkauf des Buches.
  • Fortsetzung der Schulungen in den Parteigruppen und Werbung für die Studienwochen.
  • Manche Genossen haben Bücher bestellt als Weihnachtsgeschenk.
  • Auch die Spendenkampagne bekam in dieser Woche nochmal einen Schub.