Paris
ICOR-Umweltaktionstag in Paris mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus acht Ländern
Der gestrige Umweltkampftag in Paris hat 30 bis 50 Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Zuhörer aus insgesamt acht verschiedenen Ländern eng verbunden. Wir kamen aus Frankreich, Deutschland, Polen, Türkei, Niederlande, Südafrika, Kamerun und Suriname.
An Organisationen waren vor Ort die UPML Frankreich, MLPD und REBELL aus Deutschland, MLKP Türkei- Kurdistan, die Umweltgewerkschaft aus Deutschland, Rode Morgen Niederlande, Young Struggle Frankreich, ECC der ICOR Europa, Zora, ICOR, Czerwoni Polen, Bir-Kar.
Die teilnehmenden Organisationen hielten kämpferische Reden, die die tatsächlichen Verantwortlichen für die begonnene Umweltkatastrophe und das dahinterstehende imperialistische Weltsystem in Frage stellten. Yusuf Köse wertete in seinem Redebeitrag aus: „[…] Der Kapitalismus kann die Menschheit nicht retten! […] Er verschärft von Tag zu Tag immer weiter die Widersprüche zwischen den imperialistischen Blöcken, zwischen dessen Säbelrasseln und Bombenhagel die Existenz ganzer Völker in Frage gestellt werden, wie derzeit in Palästina […]. Unsere schwierige Aufgabe ist es, den Kapitalismus zu besiegen und den Sozialismus international zu erkämpfen!“
Polnische Genossen werteten in ihrem Redebeitrag aus, dass der Kampf der unterdrückten Völker und der Kampf gegen die Zerstörung der Umwelt und somit der Lebensgrundlagen der Menschheit EIN einziger Kampf sind, dessen einzelne Bestandteile man nicht voneinander trennen kann.
Empörend war, wie die Polizei mit einem riesigen Aufgebot von hunderten von Polizisten versucht hat, die parallel laufende, sehr gut besuchte, palästinensische Demo zu stören und zu kriminalisieren. Die Demo lief völlig friedlich und wir zeigten unseren engen Schulterschluss zum palästinensischen Befreiungskampf, indem wir Geld für das ICOR-Projekt sammelten, welches sich in enger zusammenarbeit mit lokalen Organisationen wie der PFLP zur Aufgabe gemacht hat, einen Krankenwagen für den Süden Gazas zu organisieren. Die große Empörung drückte sich in einer großen Spendenbereitschaft aus. Wir sammelten 152 Euro in anderthalb Stunden für das humanitäre Projekt der ICOR. Ein Mann von der Demo kam zu uns und hat am Mikro gesprochen. Er war beeindruckt, aus wie vielen Ländern wir kamen, und hielt spontan eine Rede auf arabisch.