Südafrika
Impala Platinmine: Vollbesetzter Förderkorb rast 1000 Meter in die Tiefe
Am Montag, dem 27. November, kam es zu einem schweren Unfall auf der Impala Platinmine bei Rustenburg: elf Tote, 75 Verletzte, davon kämpfen 14 Schwerverletzte um ihr Leben. Ein vollbesetzter Förderkorb war 1000 Meter in die Tiefe gerast.
Arbeiter berichteten, dass die vorgeschriebene wöchentliche Sicherheitsprüfung nicht stattgefunden habe, obwohl längst bekannt gewesen sei, dass es ein Problem mit dem Förderkorb gab.
Der Präsident der Gewerkschaft AMCU, Joseph Mathunjwa, sagte dazu: „Das Leben schwarzer Arbeiter in Südafrika, insbesondere im Bergbau, ist billig. Sie sind bloß Nummern. Dieses Jahr kamen bereits 41 Kumpel ums Leben, die elf noch nicht mitgezählt. Das Arbeitssicherheitsgesetz hat in Südafrika keinen Biss. Arbeiter sterben weiter untertage, ohne dass es irgendwelche Konsequenzen für die Besitzer der Bergwerke hat. Die Regierung will die ausländischen Investoren .nicht vertreiben.
Wir fordern von der Regierung und den Bergwerkunternehmern,
- dass, wenn ein Arbeiter, der alleiniger Ernährer der Familie ist, tödlich verunglückt, er nicht durch ein anderes Familienmitglied ersetzt werden darf (z.B. indem ein Sohn die Schule abbricht, um im Bergwerk zu arbeiten). Die Witwe muss den Lohn weiter erhalten bis zum Renteneintrittsalter des verunglückten Arbeiters.
- falls die Familie kein vernünftiges Dach über dem Kopf hat, muss das Unternehmen ihr ein Haus zur Verfügung stellen.“
Er fordert, dass diesmal die Bergwerkbesitzer zur Rechenschaft gezogen und unter Mordanklage gestellt werden. Dieser Unfall sei vermeidbar gewesen.