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„Wir machen Krach bei Lauterbach!“

„Wir machen Krach bei Lauterbach!“ Unter diesem Motto demonstrierten am Samstag 150 Menschen durch den rechtsrheinischen Kölner Stadtteil Mülheim bis zum Wahlkreisbüro von Herrn Lauterbach.

Korrespondenz
„Wir machen Krach bei Lauterbach!“

Aufgerufen hatte eine Initiative aus der Bevölkerung gegen die Pläne der Stadt Köln, die städtischen Kliniken Köln an einem Standort zusammenzulegen. Konkret sollen nach diesen Plänen die Klinik in Köln Holweide und die Kinderklinik im linksrheinischen Stadtteil Riehl geschlossen werden. Im Vorfeld sollen laut diesen Plänen die Fallzahlen (das heißt die Fälle, die stationär aufgenommen werden) dramatisch gesenkt werden. Alles, um die Krankenhäuser auf „Rentabilität“ zu trimmen, also auf Profit. Die Versorgung der Menschen spielt bei diesen Plänen keine Rolle.

 

Das Anliegen der Demonstration fand bei der Bevölkerung in Mülheim breite Unterstützung. Zum Teil wurde vom Straßenrand und von den Balkonen Beifall geklatscht. Die Rotfüchse beteiligten sich mit einem eigenen Plakat. Sie hatten auf Ihrem Treffen herausgefunden, dass die Kinderklinik bisher ziemlich genau in der Mitte der Stadt ist und fanden es eine Frechheit, dass Kinder z.B. aus Chorweiler jetzt einen viel weiteren Weg in die Kinderklinik haben würden, weil Merheim ganz im Osten von Köln liegt.

 

Bei einer Abschlusskundgebung in unmittelbarer Nähe zu Herrn Lauterbachs Büro – der leider nicht anwesend war, obwohl wir uns angemeldet hatten – sprachen dann neben den Initiatoren, Eva Gürster und Henning Frey (Link zur Website der Initiative), eine Vertreterin der Beschäftigten der Klinik in Holweide und Teil der Bürgerinitiative (Andrea Weigand), Achim Teusch, Arzt und langjähriger Betriebsratsvorsitzender des Heliosklinikums in Siegburg und aktiv im „Verein demokratischer Ärzt*innen“, Uschi Röhrig eine ehemalige Betriebsrätin der Kliniken der Stadt Köln und Mitglied der „Linken“ und für diese im Stadtrat, ein Vertreter von DIDF sowie eine Krankenschwester einer benachbarten Klinik in Porz. Zum Abschluss gab es noch ein tolles Lied zum Mitsingen.

 

Klar ist, Lauterbach will in „seinem Köln“ seine Krankenhausreform exemplarisch durchziehen. Klar ist aber auch, wir lassen uns das nicht gefallen und werden weiter dagegen kämpfen! Auf der Straße und mit einer Petition (Link).