Israel

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Was ist eigentlich Zionismus?

In Deutschland wird bald jede Kritik an Israel und am Zionismus als "(Linker) Antisemitismus" bezeichnet. Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ging so weit, den „Antizionismus“ als „eine Neuerfindung des Antisemitismus“*¹ zu bezeichnen.

Korrespondenz Hannover

Antisemitismus ist eine rassistische, oft faschistische Ideologie, die sich gegen die Juden richtet. Er wird seit jeher von fortschrittlichen Menschen und Marxisten-Leninisten bekämpft!

 

Was aber ist Zionismus?

 

Im "Atheistischen Lexikon" heißt es:

 

"Zionismus": "Die chauvinistische Ideologie, das weit verzweigte Organisationssystem und die rassistische, expansionistische Praxis wichtiger Strömungen des Judentums. Der Begriff Zionismus ist vom Namen 'Zion' (Jerusalem) abgeleitet ... Das Ziel des Zionismus bleibt jedoch, für ihr 'auserwähltes Volk' die biblischen Grenzen des Volkes Israel wieder herzustellen. Der Hauptstoß des Zionismus, der eine Minderheit unter den Menschen jüdischen Glaubens ist, richtet sich gegen die arabischen Völker. Auf der XXX. UNO-Vollversammlung 1975 wurde mit der Resolution 3379 der Zionismus als eine Form des Rassismus und der rassistischen Diskriminierung verurteilt. Zur Durchsetzung seiner Ziele verbündet sich der Zionismus mit den USA; die sich ihrerseits auf den Staat Israel stützen, um ihre imperialistischen Ziele im Nahen Osten zu verfolgen." (was - wie warum - Deutscher Freidenker Verband NRW; Mediengruppe Neuer Weg; aktuell nur antiquarisch erhältlich).  

 

Ziel der Zionismus war 1897, in Palästina eine nationale Heimstätte des jüdischen Volkes zu errichten. 1917 erklärte sich Großbritannien damit einverstanden, um über diese ihren Einfluss im Nahen Osten zu verstärken. „Um die Machtposition auch auf Palästina ausdehnen zu können, wurde die Idee der jüdischen nationalen Heimstätte unter britisches Protektorat gestellt.“*³

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Völkermord des Hitlerfaschismus hatte sich in Palästina ein jüdisches Volk herausgebildet und es war richtig, diesem Volk in Palästina auch Rechte zu gewähren. Die Zionisten richteten allerdings Massaker an Palästinensern an, betrieben eine gezielte Politik der Vertreibung und übernahmen nach der Gründung Israels, unterstützt von den USA, die Staatsführung. „Im Nahen Osten übernahm Israel die Rolle des US-Statthalters.“*⁴ Im Laufe der Zeit mauserte sich Israel selbst zu einem imperialistischen Land.

 

Die rassistische Ausrichtung des Zionismus entwickelt sich tendentiell in eine faschistische Richtung. Das zeigte sich aktuell in den Äußerungen von Amichai Elijahu. Er bezeichnete es als „eine Option“, eine Atombombe auf Gaza zu werfen. Menschenverachtend setzt er  ein ganzes Volk mit Monstern gleich, mit denen man machen kann, was man will: „Sie können nach Irland oder in die Wüste gehen, die Monster aus Gaza sollen selber eine Lösung finden.“*⁵ Dem aktuellen Ruf nach dem Abwurf der Atombombe wurde zwar auch in bürgerlichen Kreisen in Israel widersprochen; aber immerhin ist dieser Faschist Minister in der Netanjahu-Regierung.

 

Der Zionismus wird auch heute von vielen Menschen in Israel kritisiert. Gerade orthodoxe jüdische Gemeinden sprechen sich gegen den Zionismus aus. So erklärt der Rabbi Josef Antebi: "Wir dürfen keinen eigenen Staat haben. (...) wir müssen loyal gegenüber den Völkern sein, wir dürfen nicht gegen sie kämpfen. (...). Es ist eine Sünde, ein Land mit Gewalt zu erobern.“ *⁶