Nahostkrieg
Iran, Hamas und die "Achse des Widerstands"
„Achse des Widerstands“ – mit dieser bewussten Anspielung an die von George W. Bush seinerzeit ausgerufene „Achse des Bösen“ bezeichnet der Iran seit 2004 ein Netzwerk aus islamisch-faschistoiden Parteien und Paramilitärs unter seiner indirekten Führung. Für das Regime im Iran sind sie ein wichtiges Instrument der außenpolitischen Einflussnahme.
Inzwischen reicht diese Achse von schiitischen Milizen im Irak und Syrien über die Huthi-Rebellen im Jemen bis zur Hisbollah im Libanon. Auch das syrische Assad-Regime selbst wird der Achse zugerechnet.
Demagogisch stellen sie sich als Kämpfer für die Entrechteten dar – natürlich auch in Palästina. Autor Joost Hiltermann vom Think Tank International Crisis Group (ICG) in Brüssel sagt, der Iran spreche von „strategischer Vorwärtsverteidigung“.
In diesem Zusammenhang muss man die Drohnenangriffe der Huthi-Rebellen auf die israelische Stadt Eilat ebenso wie die vorangegangenen Artillerie-Angriffe der Hisbollah auf Nordisrael sehen. Diese Schützenhilfe gilt nicht etwa dem palästinensischen Befreiungskampf, sondern konkret der Hamas.
Die Unterstützung der „Achse des Widerstands“ für die Hamas geschieht sicherlich unter dem Vorwand, die Kräfte gegen den gemeinsamen Feind – den US-Imperialismus und den EU-Imperialismus mit ihrem Vorposten Israel – zusammenzuschließen, soll aber vor allen Dingen Irans Einfluss auf die Hamas und damit in der Region gegenüber den anderen Neuimperialisten festigen.