Förderung, Finanzen, Drahtzieher
Wer steckt hinter der Hamas?
Über die Hamas "informiert" die der Bundesregierung unterstellte Bundeszentrale für politische Bildung: "Sie entstand 1987 als palästinensischer Arm der Muslimbruderschaft und widmete sich zunächst sozialer Arbeit und religiöser Propaganda." (https://www.bpb.de/kurz-knapp/taegliche-dosis-politik/541866/wer-ist-die-hamas/) Aber in dem ganzen Artikel findet man kein Wort, wie denn der Aufstieg der Hamas zur faschistischen Terrortruppe möglich war. Es stimmt, dass die 1987 gegründete Hamas auf die Muslimbruderschaft in Ägypten zurückgeht. Ihr Aufbau wurde zunächst aber unter anderem von Israel im Zusammenwirken mit den USA gefördert, um den revolutionären und antiimperialistischen Kampf und die revolutionären Organisationen des palästinensischen Befreiungskampf zu schwächen.
Darüber schrieb z.B. der US-Journalist David Shipler im Mai 2021 bei Washington Monthly: „General Yitzhak Segev erzählte mir 1981, dass ihm ein Budget zur Finanzierung der Muslimbrüder (…) zur Verfügung gestellt worden sei, als Gegengewicht zu kommunistischen und palästinensischen nationalistischen Bewegungen". Und weiter: "Die Finanzierung stand im Einklang mit Israels strategischen Fehlern bei dem Versuch, die interne arabische Politik im Gazastreifen, im Libanon und im Westjordanland zu manipulieren." (https://washingtonmonthly.com/2021/05/19/israels-failed-strategies/)
Später traten stärker neuimperialistische Länder, vor allem der Iran, Katar und die Türkei auf den Plan, um die Hamas im Sinne ihrer Ziele zu fördern. Die Bundesregierung pflegt beste Kontakte nach Katar, empfängt jetzt wieder den Faschisten Erdoğan in Deutschland und weigert sich, diplomatische Beziehungen zum Iran abzubrechen.
Die Hamas hat Büros unter anderem in Katar, ihre hochrangigen Führer führen oft ein Leben in Saus und Braus, besonders in Katar.
Schon 1990 eröffnete die Hamas im faschistischen Iran ein Büro und schwor dem Iran die Treue. Der Iran hat aktuell jede unmittelbare Verbindung zum faschistischen Massaker der Hamas am 7. Oktober geleugnet.
Dabei gab es im Juni 2023 in Teheran ein ranghohes Treffen von Hamas-Chef Ismail Haniyeh mit Ali Khamenei, dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi und dem erst kürzlich ernannten Vorsitzenden des iranischen Nationalen Sicherheitsrates, Ali Akbar Ahmadian. (Die Presse, 7.10.23, "Die Angriffe aus Gaza und das iranische Regime")
Es ist allgemein bekannt, dass der Iran wie mit der faschistischen Hisbollah und dem faschistischen Islamischen Dschihad bewaffnete Gruppen aufgebaut hat. Iran bildet sie aus, finanziert sie wesentlich und rüstet die militärisch auf.
Die Hamas wird massiv von verschiedenen neuimperialistischen Ländern finanziert:. Dazu berichtete Euronews am 2. November: "'Als Prozentsatz des Gesamtbudgets der Terrorgruppe ist es jedoch viel wichtiger, sich in erster Linie auf den Iran und Katar zu konzentrieren', so Schanzer. Nach Angaben des ehemaligen Finanzanalysten für Terrorismusbekämpfung verfügt die Hamas über ein jährliches Budget von rund einer Milliarde Dollar (938 Millionen Euro). 'Etwa 200 Millionen Dollar davon kommen aus dem Iran. Weitere 100 bis 200 Millionen Dollar kommen aus Katar', so Schanzer weiter.
Es wird angenommen, dass die Türkei seit der Machtübernahme durch Präsident Erdoğan im Jahr 2002 die Hamas finanziell unterstützt. In der Türkei leben einige der führenden Köpfe der Organisation. Außerdem sitzen dort Unternehmen, die illegal die Hamas finanzieren. (...)
Nach Angaben des US-Finanzministeriums beherbergen auch andere Länder wie Iran, Katar, Sudan und Algerien wichtige Hamas-Mitglieder, -Akteure und -Finanziers. 'Sie sind dort als Gäste der Regierungen. Es gibt keine Bemühungen, sie zu kontrollieren, aufzuhalten oder zu verhaften', so Schanzer. 'Einer der Gründe, warum die Hamas in der Lage war, den Anschlag am 7. Oktober zu verüben, ist, dass die USA und andere amerikanische Verbündete ihr erlaubt haben, an diesen Orten zu operieren', betont Schanzer.“ (euronews, 2.11.23)
Zudem verfügt die Hamas über ein Unternehmernetzwerk, das vor allem aus der Türkei gesteuert wird, mit Investitionen in Bitcoin und Drogen, und sie finanziert sich auch teils aus Steuern, die aus der Bevölkerung in Gaza gepresst werden.
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