Israel und Hamas begehen Kriegsverbrechen
Was ist dran an der Behauptung der faschistischen Hamas, sie hätte „keine Zivilisten“ getötet?
Auf der Regierungspressekonferenz am 30. Oktober 2023 wurde der Sprecher des Auswärtigen Amts, Sebastian Fischer, gefragt: „Herr Fischer, können Sie sagen, dass sich Israel an das humanitäre Völkerrecht hält und dass es keine Kriegsverbrechen gibt?“ Antwort: „Israel hat uns mehrfach versichert, dass es sein Selbstverteidigungsrecht im Rahmen des humanitären Völkerrechts ausübt.“¹ So einfach kann man es sich natürlich machen, wenn man das imperialistische Israel „bedingungslos“ unterstützt, wie es die Bundesregierung macht. Man fragt einfach eine Kriegspartei und nimmt es für bare Münze, was sie behauptet.
Dagegen erklärte vor wenigen Tagen der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Volker Türk, glaubhaft: „Die von bewaffneten palästinensischen Gruppen am 7. Oktober verübten Gräueltaten waren abscheulich, brutal und schockierend, sie waren Kriegsverbrechen... .“ Und:: „Die kollektive Bestrafung palästinensischer Zivilisten durch Israel stellt ebenfalls ein Kriegsverbrechen dar, ebenso wie die unrechtmäßige Zwangsevakuierung von Zivilisten.“²
Die völkerrechtswidrige israelische Aggression in Gaza hat bereits über 11.000 Todesopfer gekostet, davon über 8000 Kinder.³ Zahlen, die die UNICEF für glaubwürdig erachtet. ⁴
Aber auch die faschistische Hamas versucht, sich herauszureden: Am 7. Oktober 2023 starben ca. 1200 Israelis, 240 wurden als Geiseln genommen, darunter Frauen und Kinder.
Am 8. Oktober 2023 erklärte Osama Hamdan, Hamas-Sprecher seit 1994 und stellvertretender Außenminister: „Wir attackieren keine Zivilisten.“ Als der Moderator darauf hinweist, dass das ja nicht stimmen könne, räumte er ein, dass Siedler getötet wurden. Aber: „Wenn wir über Siedler sprechen, sprechen wir nicht über Zivilisten“.⁵
Doktor Basem Naim, „Head of Political and International Relations“ der Hamas, erklärte ergänzend am 17. Oktober 2023: "Es gab getötete Zivilisten, aber sie können nicht über Zivilisten äh Militärs sprechen, wenn sie in den militärischen Einrichtungen oder Kibbuzim waren.“ ⁶
In Israel gibt es eine große Zahl faschistischer und paramilitärischer Siedler, die illegal palästinensisches Land besetzen, dort Palästinenser vertreiben und ermorden usw. Auch die am 7. Oktober angegriffenen Regionen zählten nach dem UN-Teilungsplan von 1947 zu palästinensischem Territorium. Trotzdem leben in Städten und Kibbuzim nicht nur Militärs oder faschistische paramilitärische Siedler. Sderot z. B. ist eine Stadt mit 25.000 Einwohnern. Hier leben auch zahlreiche Arbeiter und Angestellte, Frauen, Kinder usw. Auch das Massaker auf einem Festival mit Tausenden Jugendlichen, die von überall her angereist waren, war keine militärische Attacke. Außerdem leben auch in Kibbuzim nicht nur Militärs, sondern auch unbeteiligte Frauen und Kinder.
Es entspringt einem menschenverachtenden, faschistischen Weltbild, wahllos Zivilisten zu erschießen, weil sie auf einem vor Jahrzehnten geraubten Land leben und in der Praxis keinen Unterschied zwischen ihnen und Militärs, sowie faschistischen, paramilitärischen Siedlern zu machen.
Natürlich muss man die israelische Propaganda in Rechnung stellen und es waren auch gefälschte „Beweise“ im Internet aufgetaucht. Auf den zahllosen Videos sieht man aber eindeutig, dass als Hamas-Einheiten erkennbare Truppen Zivilisten erschossen haben; sie erschienen direkt am 7. Oktober 2023 und es ist nicht glaubwürdig, dass das alles am selben Tag von Israel gefälscht wurde. Auf vielen Videos sieht man auch bewaffnete und unbewaffnete Zivilisten als Täter, gerade bei Geiselnahmen an Frauen.
Die faschistische Hamas trägt, im Zusammenwirken mit dem faschistischen Islamischen Dschihad, die Hauptverantwortung für die Massaker am 7. Oktober 2023, auch wenn diese Kriegsverbrechen unter anderem teilweise durch von ihnen faschistisch verhetzte Leute begangen worden sein oder Zivilisten auch durch israelisches Feuer umgekommen sein mögen.