Bremen

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Sozialistische Überzeugung bei vielen Palästinensern noch tief verwurzelt

Am Samstag, 4.11. waren in Bremen ca. 1500 Teilnehmer auf einer Demonstration gegen den israelischen Terrorkrieg gegen Gaza, für ein freies Palästina. Die deutsch-palästinensische Gesellschaft hatte dazu aufgerufen.

Korrespondenz

Im Vorfeld verkündete sie, dass vom Ordnungsamt, eine dem Innensenator unterstellte Behörde, nur Reden erlaubt seien, die vorab genehmigt wurden und keinerlei Transparante, Plakate oder Fahnen, außer der palästinensichen Fahne – auf keinen Fall rote Fahnen und schon gar keine MLPD-Fahnen und auch an Sprechchören nur „Freiheit für Palästina“ erlaubt sei, sowie religiöse Bekundungen.

 

Ihr stellvertretender Vorsitzender Griesche, SPD, kündigte an, dass wenn wir dagegen verstießen, sofort Ordner und Polizei uns aus dem Verkehr ziehen würden. Von der MLPD Bremen protestierten wir gegen diese extreme Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit und verzichteten auf einen eigenen Aufruf zu dieser Demonstration. Wir gingen dann mit mehreren Genossen aber hin und verteilten Flugblätter.

 

Die Resonanz war unglaublich positiv! Wir sprachen an: „Freiheit für Palästina nur auf sozialistischem Weg“. Fast alle, die angesprochen wurden, wollten ein Flugblatt. Die meisten bedankten sich. In vielen Gesprächen wurde uns zugestimmt, was zeigt, dass die sozialistische Überzeugung bei vielen Palästinensern noch tief verwurzelt ist trotz aller antikommunistischen „Bemühungen“. Es gab keinen, der sich für Hamas aussprach – viele denken, dass das faschistische Massaker am 7.10. bewusst von der israelischen Regierung in Kauf genommen wurde,  um ganz Palästina besetzen zu können und die Bevölkerung auszurotten oder zu vertreiben.

 

Und den meisten ist bewusst, dass es auch in der israelischen Bevölkerung sehr viele gibt, die diese Politik ablehnen. Wir warben für die kommende Montagsdemo (6.11., 17.30 Uhr Marktplatz) und dass dort am Offenen Mikrofon jeder auf antifaschistischer Grundlage sprechen kann. Das begrüßten viele ausdrücklich – einzelne wollen auch in engeren Kontakt mit uns treten.