Sachsen

Sachsen

Großes Interesse an den Ergebnissen der Bergarbeiterkonferenz

140 Flugblätter mit der ersten Berichterstattung über die Ergebnisse der 3. Internationalen Bergarbeiterkonferenz wurden vor dem Tagebau Schleenhain verteilt.

Korrespondenz
Großes Interesse an den Ergebnissen der Bergarbeiterkonferenz
Vor dem Tagebau Schleenhain in Sachsen (rf-foto)

"Das sind mehr Exemplare als wir im Vorfeld Einladungen verteilt haben," berichtet Jörg Weidemann von der MLPD, der die Verteilaktion unterstützt hat. Eine andere Aktivistin freut sich, dass die Bergleute die Finanzierung des Flugblattes heute vollständig durch Spenden selbst getragen haben. "Und sogar für das nächste Mal ist noch etwas übrig."

 

Die Bergleute beim Tagebau des Mibrag Konzerns stehen vor wichtigen Fragen. Es geht um gleichwertige Ersatzarbeitsplätze und was mit den Subventionen passiert, die für den sogenannten "Kohleausstieg" von der Bundesregierung versprochen wurden. Werden damit nur die Taschen großer Konzerne gefüllt oder etwas im Interesse der Bergleute und ihrer Familien getan?
Die Mibrag hat groß angekündigt, in erneuerbare Energien investieren zu wollen. Die Kumpel berichtet, dass von diesen Investitionen bisher nichts zu sehen ist.

 

In Sachsen wirft auch der Landtagswahlkampf seine Schatten voraus. Die Frage, wohin die Bergleute gehen, ist dabei nicht unwichtig. Das weiß auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), der sich am 9. November zur Betriebsversammlung der Mibrag eingeladen hat (siehe Foto). Ob sich die Bergarbeiter vor seinen (Wahlkampf)-Karren spannen lassen, muss sich zeigen. Sie haben ihren eigenen Kopf und die Ergebnisse der Bergarbeiter-Konferenz helfen dabei, diesen Kopf von einem Arbeiterstandpunkt aus zu benutzen.