Tarifrunde

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GDL bereitet Streiks vor

Nach der Eisenbahngewerkschaft EVG verhandelt von der kommenden Woche an die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) um höhere Gehälter für die Beschäftigten. Die GDL fordert für ihre Mitglieder angesichts der Teuerung eine Gehaltserhöhung von mindestens 555 Euro und die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich für Schichtarbeiter. GDL-Chef Claus Weselsky sagt im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Die Bahn macht die Probleme, nicht wir." Bahn-Personalvorstand Seiler will einen "Weihnachtsfrieden"; bis nach den Feiertagen soll es keine Streiks geben, stattdessen "konstruktive Gespräche mit erfahrenen Konfliktberatern und 1500 Euro Inflationsprämie". Die GDL-Forderungen bezeichnet er als unerfüllbar. Was für "konstruktive Gespräche" sollen das dann sein ab dem 9. November? Völlig zu Recht plant die GDL ggf. Warnstreiks oder eine Urabstimmung über unbefristete Streiks.