Detroit
USA: Streik der Autobauer erneut ausgeweitet – praktische Solidarität gefragt!
Die US-Automobilgewerkschaft UAW hat ihren seit 15. September andauernden Streik gegen die Autokonzerne in Detroit ausgeweitet und die Produktion in einem Pickup-Werk lahmgelegt.
Die überraschende Aktion mit nur zwei Stunden Vorwarnzeit traf das größte Werk des Chrysler-Mutterkonzerns Stellantis. Das Werk mit 6.800 Beschäftigten in Sterling Heights, einem Vorort von Detroit im US-Bundesstaat Michigan, produziert den Pickup Ram 1500, der zu den profitabelsten Fahrzeugen des Konzerns gehört. Damit steigt die Gesamtzahl der Streikenden, die von der Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) vertreten werden, bei den Autoherstellern auf über 40.000.
Ein Vertreter von Ford hat auf einer Pressekonferenz gefordert, dass "es nicht um Ford gegen die UAW gehen sollte. Es sollte Ford und die UAW gegen Toyota und Honda, Tesla und all die chinesischen Unternehmen sein, die in unseren Heimatmarkt eindringen wollen". Am selben Tag konterte der Gewerkschaftsvorsitzende Shawn Fain, dass "es nicht die UAW und Ford gegen ausländische Autohersteller sind. Es sind die Automobilarbeiter überall gegen die Gier der Unternehmen".
Das ist auch ein Appell an „die Automobilarbeiter überall“! Wer Spenden für den Streik weiter leiten möchte, wendet sich bitte über die E-Mail-Adresse icog@iawc.info an die Konzernkoordination GM-Stellantis.