Pressemitteilung
Stadt Gelsenkirchen reißt Familie auseinander und erhebt obendrein horrende Kosten
Die Rote Fahne Redaktion dokumentiert die folgende Pressemitteilung des Freundeskreises Flüchtlingssolidarität in SI Gelsenkirchen (Auszüge):
Der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität in Solidarität International protestiert gegen diese menschenverachtende Behandlung und fordert: Rücknahme des Bescheids und die Aufhebung des Einreiseverbots! Er soll hier mit seiner Familie leben und arbeiten können!
Schon die Ausweisung war ein Skandal. Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen protestierten, die Medien berichteten. Der Freundeskreis Flüchtlingssolidarität und AUF Gelsenkirchen protestierten. Kingsley O. hatte hier Arbeit, er konnte sich versorgen. Im Vorgriff auf das Chancenaufenthaltsrecht hätte man ihm die Möglichkeit geben können, in Deutschland zu leben, als gesuchte Arbeitskraft und Steuerzahler. Aber die Stadt Gelsenkirchen nutzte ihren Spielraum nicht, schob lieber ab!
Zynisch pochen das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen und Oberverwaltungsgericht Münster auf die „Rechtmäßigkeit“ der Abschiebung und empfahlen, die Familie solle ihm nach Nigeria folgen.
Aber wovon eine Reise bezahlen, wovon leben in dem Land, dessen enorme Reichtümer den Energiekonzernen zugute kommen, aber nicht den Menschen? In einem Land, wo die Profitgier mit rücksichtsloser Ölförderung eine verbrannte Erde hinterlässt und die vorwiegend bäuerlichen Lebensgrundlagen als Folge der weltweit begonnenen Umweltkatastrophe dramatisch ruiniert werden.
Die Familie hatte sich in Gelsenkirchen eingelebt, die Kinder gehen in den Kindergarten und zur Schule. Aber das Gericht spricht ihnen kein Recht auf ein Familienleben mit ihrem Vater zu. Immer wieder fragen die Kinder, wann ihr Papa wiederkommt. ...