"Warum ich Kommunist geworden bin"
Pablo Picasso wäre gestern 142 Jahre alt geworden
Der große spanische kommunistische Maler, Grafiker und Bildhauer Pablo Picasso wäre am gestrigen 25. Oktober 142 Jahre alt geworden. Er starb vor 50 Jahren, am 8. April 1973, in Frankreich.
In einem Telegramm an die Zeitung „New Masses“ vom 24. Oktober 1944 schreibt Picasso, warum er jetzt - aslo 1944 - Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreich geworden ist.
„Während der Besatzung und dem Widerstand dagegen spürte ich, dass es nicht ausreicht, mit der Malerei zu kämpfen, sondern dass es den ganzen Menschen erfordert.
Ich wurde Kommunist, weil unsere Partei mehr als alle anderen die Welt versteht und sie so gestaltet, dass die Menschen klarer denken, freier und glücklicher werden. Ich wurde Kommunist, weil die Kommunisten die Tapfersten in Frankreich, in der Sowjetunion und auch in meinem eigenen Land, Spanien, sind. Ich habe mich vor meiner Mitgliedschaft nie freier, nie reifer gefühlt, wie jetzt.
Solange ich auf den Zeitpunkt warte, wenn mich Spanien wieder aufnimmt*, ist die französische Kommunistische Partei mein Vaterland. In ihr finde ich alle meine Freunde wieder, die großen Wissenschaftler Paul Lanfevin und Frederick Joliot-Curie, die großen Schriftsteller Louis Aragon und Paul Eluard und viele der schönen Gesichter der Aufständigen in Paris. Ich bin wieder unter meinen Brüdern.“
*Dieser Zeitpunkt kam zu Lebzeiten Picassos nicht mehr. 1936 hatte er sein Heimatland zum letzten Mal besucht. Das faschistische Franco-Regime erklärte ihn zum Staatsfeind.
Eigene Übersetzung aus dem Englischen